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A

abiotisch

Unbelebt, bzw. nicht durch Leben oder biologische Systeme bedingt.
abiotische Faktoren: physikalische oder chemische Faktoren der unbelebten Umwelt (z.B. Gestein, Wasser, Temperatur), die auf Organismen einwirken. [1]
Gegensatz::biotisch, biotische Faktoren

Adaption, Adaptation

» Anpassung

Adaptivität

» Anpassungsfähigkeit

Aerosole

Feste oder flüssige Partikel in der Luft mit einer typischen Größe zwischen 0,01 und 10 µm, die mindestens einige Stunden in der Atmosphäre verbleiben. Aerosole können natürlichen oder anthropogenen Ursprungs sein. Sie beeinflussen das Klima auf verschiedene Weise: Direkt durch Streuung und Absorption der Strahlung und indirekt als Kondensationskerne für die Wolkenbildung oder durch die Veränderung der optischen Eigenschaften und der Lebensdauer von Wolken. [3]

Albedo

Der Anteil der Sonnenstrahlung, der an einer Oberfläche oder an einem Körper reflektiert wird, oft in Prozent angegeben. Schneebedeckte Oberflächen haben eine hohe Albedo, es wird also ein hoher Anteil der Strahlung reflektiert; die Albedo von Böden reicht von hoch bis niedrig; pflanzenbedeckte Oberflächen und Ozeane haben eine niedrige Albedo. Die Albedo der Erde variiert hauptsächlich aufgrund unterschiedlicher Bewölkung, Schnee-, Eis-, oder Laubbedeckung und Landnutzungsänderungen. [3]

Albedo-Rückkopplung

Klimarückkopplung durch Veränderungen der Albedo der Erdoberfläche. Sie beruht normalerweise auf Veränderungen in der Kryosphäre, deren Albedo viel höher (~0,8) als die durchschnittliche planetare Albedo (~0,3) ist. Man erwartet, dass die Kryosphäre unter einem sich erwärmendem Klima kleiner wird, die Gesamtalbedo der Erde folglich abnimmt und mehr Sonnenenergie absorbiert wird, wodurch die Erde noch weiter erwärmt würde. [3]

Anfälligkeit

Das Maß, in dem ein System für nachteilige Auswirkungen des Klimawandels (inklusive Klimavariabilität und Extremereignisse) anfällig ist oder unfähig ist, sich solchen Auswirkungen anzupassen. Die Anfälligkeit ist eine Funktion der Art, des Ausmaßes und der Geschwindigkeit von Klimaschwankungen, denen das System ausgesetzt ist, sowie dessen Empfindlichkeit und Anpassungsfähigkeit. Der Effekt kann direkt sein (z.B. eine Veränderung der landwirtschaftlichen Erträge als Reaktion auf eine Veränderung von Durchschnitt, Schwankungsbereich oder Variabilität der Temperatur) oder indirekt (z.B. Schäden aufgrund häufiger Küstenüberflutungen bedingt durch einen Anstieg des Meeresspiegels). [2]

Anpassung

auch Adaption, Adaptation
Anpassungen in natürlichen oder menschlichen Systemen, die als Reaktion auf gegenwärtige oder zu erwartende klimatische Stimuli oder deren Effekte Schäden mindern/vermeiden oder günstige Gelegenheiten nutzen. Es können verschiedene Arten von Anpassungen unterschieden werden, darunter vorausschauende und reaktive, private und öffentliche, autonome und geplante Anpassung. [2]

Anpassungsfähigkeit

auch Adaptivität
Die Fähigkeit eines Sytems, sich an Klimaänderungen (inklusive Klimavariabilität und Extreme) anzupassen, um potentielle Schäden zu mindern oder zu vermeiden, von Änderungen zu profitieren und die Folgen zu bewältigen. [2]

Anpassungskosten

Die Kosten der Planung, Vorbereitung, Unterstützung und Durchführung von Anpassungsmaßnahmen, inklusive Übergangskosten. [2]

Anpassungsnutzen

Die vermiedenen Schadenskosten oder der erwachsene Nutzen als Folge der Einführung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen. [2]

anthropogen

Vom Menschen verursacht, beeinflusst oder produziert. [3]

anthropogene Emissionen

Emissionen von Treibhausgasen oder deren Vorläufern und von Aerosolen, die mit menschlichen Aktivitäten in Verbindung stehen. Hierzu zählen z.B. die Verbrennung fossiler Brennstoffe, Rodung, Landnutzungsänderungen, Viehherden und Düngung, die zu einer Nettoerhöhung der Emissionen führen. [3]

Atmosphäre

Gasförmige Hülle, welche die Erde umgibt. Die trockene Atmosphäre besteht fast gänzlich aus Stickstoff (78,1 % ) und Sauerstoff (20,9 % ). Die verbleibenden Anteile entfallen auf eine Anzahl von Spurengasen wie Argon, Helium sowie strahlungsaktive Treibhausgase wie Kohlendioxid (0,035 % ) und Ozon. Zusätzlich enthält die Atmosphäre das Treibhausgas Wasserdampf, dessen Menge stark schwankt, aber typischerweise bei 1 % liegt. [3]

Äußere Antriebe

Äußere Antriebe beziehen sich auf Antriebskräfte außerhalb des Klimasystems, die Änderungen im Klimasystem verursachen. Vulkanausbrüche, solare Schwankungen und anthropogene Änderungen in der Zusammensetzung der Atmosphäre sowie Landnutzungsänderungen stellen äußere Antriebe dar. [3]

B

Betrachtungszeitraum

Diese Definition bezieht sich auf die Kartendarstellungen im Klimainformationssystem.
Der Betrachtungszeitraum gibt an, auf welchen Abschnitt eines Jahres sich die gezeigten Kartendarstellungen beziehen.
Zur Auswahl stehen folgende Betrachtungszeiträume:

  • meteorologisches Jahr (Dezember-November)
  • meteorologischer Winter (Dezember-Februar)
  • meteorologischer Sommer (Juni-August)
  • hydrologischer Winter (November-April)
  • hydrologischer Sommer (Mai-Oktober)
  • forstliche Vegetationszeit (Mai-September)
  • weinbauliche Vegetationszeit (April-Oktober)

Biodiversität

» Biologische Vielfalt

Bioklima

Das Bioklima beschreibt die Gesamtheit aller atmosphärischen Einflussgrößen auf den menschlichen Organismus. Nach der Art ihrer Wirkung lassen sich drei Wirkungskomplexe zusammenfassen:
Im thermischen Wirkungskomplex werden alle Größen beschrieben, die für den Austausch von Wärme zwischen dem Körper des Menschen und der Atmosphäre von Bedeutung sind.
Der aktinische Wirkungskomplex behandelt die Komponenten der biologisch wirksamen Sonnenstrahlung.
Im lufthygienischen Wirkungskomplex werden die natürlichen und die durch den Menschen verursachten Luftbeimengungen zusammengefasst. [10]

Biologische Vielfalt

auch Biodiversität
Im umweltpolitischen Sinne (basierend auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro, 1992) ein umfassender Begriff, der neben der Artenvielfalt auch die genetische Vielfalt, die Vielfalt der Ökosysteme und die Vielfalt der Landschaften einschließt. [1]

Biom

Ein wesentliches und charakteristisches regionales Element der Biosphäre, das üblicherweise aus mehreren Ökosystemen (z.B. Wäldern, Flüssen, Teichen, Sümpfen innerhalb einer Klimaregion) besteht. Biome sind durch typische Pflanzen- und Tiergemeinschaften charakterisiert. [3]

Biomasse

Die gesamte Masse an organischer Substanz in einem bestimmten Gebiet oder Volumen. [3]

Biosphäre

Der Teil des Systems Erde, der alle Ökosysteme und lebenden Organismen in der Atmosphäre, auf dem Land (terrestrische Biosphäre) oder im Meer (marine Biosphäre) umfasst, inklusive daraus entstandenem toten organischen Material wie Laubfall, organischer Bodenmasse oder Detritus. [3]

Biozönose

Lebensgemeinschaft der in einem Biotop regelmäßig vorkommenden Arten von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen, deren Vertreter untereinander und mit den Angehörigen anderer Arten in Wechselbeziehung stehen. [1]

Boden

Boden ist das mit Wasser, Luft und Lebewesen durchsetzte, unter dem Einfluss der Umweltfaktoren an der Erdoberfläche entstandene und im Ablauf der Zeit sich weiterentwickelnde Umwandlungsprodukt mineralischer und organischer Substanzen mit eigener morphologischer Organisation, das in der Lage ist, höheren Pflanzen als Standort zu dienen und die Lebensgrundlage für Tiere und Menschen bildet. Als Raum-Zeit-Struktur ist der Boden ein vierdimensionales System. [13]

Bodenfunktionen

Der Boden erfüllt

1. natürliche Funktionen als
    a) Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen,
    b) Bestandteil des Naturhaushalts, insbesondere mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen,
    c) Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium für stoffliche Einwirkungen auf Grund der Filter-, Puffer- und
       Stoffumwandlungseigenschaften, insbesondere auch zum Schutz des Grundwassers,

2. Funktionen als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte sowie

3. Nutzungsfunktionen als
    a) Rohstofflagerstätte,
    b) Fläche für Siedlung und Erholung,
    c) Standort für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung,
    d) Standort für sonstige wirtschaftliche und öffentliche Nutzungen, Verkehr, Ver- und Entsorgung. [14]

C

Clean Development Mechanism (CDM)

Der CDM ("Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung"; Artikel 12 des Kyoto-Protokolls), ermöglicht es Industrie- und Entwicklungsländern, gemeinsam Klimaschutz-Projekte in den Entwicklungsländern durchzuführen. Dabei wird das Projekt (z.B. die Errichtung einer Windkraftanlage) vom Industrieland finanziert. Die hierdurch im Entwicklungsland vermiedenen Emissionen darf das Industrieland in der Verpflichtungsperiode entweder zusätzlich emittieren oder sich als Emissionsguthaben gutschreiben lassen. Ein Teil der Finanztransfers im Rahmen der CDM-Projekte ("share of proceeds") soll in einen Fonds zugunsten der am meisten vom Klimawandel betroffenen Staaten (insb. kleine Inselstaaten) fließen. CDM-Projekte müssen beim CDM-Exekutivrat ("Executive Board") registriert werden. CDM-Exekutivrat: http://www.unfccc.int [4]

D

Dendrochronologie

Methode zur Datierung von lebendem, verbautem und fossilem Holz auf Grundlage der Jahrringstruktur mit unterschiedlich breiten Jahrringen. Klimatische Extremereignisse treten darin als extrem breite bzw. extrem schmale Jahrringe hervor und bilden Fixpunkte für die Datierung. Durch die Aneinanderreihung und Überlappung immer älterer Holzproben werden Jahrringzeitreihen aufgestellt. Unter anderem sind dadurch genaue Datierungen kulturgeschichtlicher und archäologischer Funde möglich. [4]

Dendroklimatologie

Methode zur Erfassung von Klimaentwicklungen mit Hilfe der » Dendrochronologie, wobei schwerpunktmäßig die Dichte des Spätholzes neben der Jahrringbreite ermittelt und untersucht wird. Diese Parameter spiegeln neben baumartenspezifischen und standortspezifischen Aspekten auch das Klima-/Witterungsgeschehen (Temperatur, Niederschlag, Sonneneinstrahlung und Wind) wider. Die Variation der Holzdichte dient darüber hinaus als Hilfsmittel zur Bestimmung langfristiger Temperaturveränderungen. Die gewonnenen Daten erlauben Auswertungen von Temperatur und Niederschlag auf jährlicher und sogar jahreszeitlicher Auflösung. Die ältesten Chronologien reichen bis etwa 2000 v. Chr. zurück.
In den Tropen ist die Dendrochronologie (und damit die Dendroklimatologie) aufgrund des Fehlens von Jahrringen nur bedingt anwendbar. [4]

Dendrologie

Auch Gehölzkunde
Teilgebiet der Botanik, das sich beschreibend und experimentell mit der Morphologie, der Biologie, Ökologie, Anzucht und Verbreitung von Baumarten beschäftigt. [4]

Downscaling

„Downscaling“ bezieht sich in der Klimatologie meist auf die räumliche Skala. Man versteht darunter einen physikalisch konsistenten Informationstransfer von einer groben auf eine höher aufgelöste Skala. Ausgangspunkt ist also ein grob aufgelöstes Feld einer Klimagröße. Ziel ist es, mit einem geeigneten Verfahren und anderer zusätzlicher Information zu einem feiner aufgelösten Feld zu gelangen, das der Wahrheit möglichst nahe kommt oder zumindest physikalisch sinnvoll erscheint. [11]

Dürre

In allgemeinen Worten ist eine Dürre eine „verlängerte Absenz von oder ein markanter Mangel an Niederschlägen“, ein „Mangel, der zu Wasserknappheit für gewisse Aktivitäten oder gewisse Gruppen führt“, oder ein „genügend langer Zeitabschnitt von außerordentlich trockenem Wetter, so dass der Niederschlagsmangel ein ernsthaftes hydrologisches Ungleichgewicht verursacht“ (Heim 2002). Dürre wurde auf verschiedene Arten definiert. Landwirtschaftliche Dürren beziehen sich auf Feuchtigkeitsdefizite ungefähr im obersten Meter des Bodens (die Wurzelzone), die die Nutzpflanzen beeinflussen; meteorologische Dürren sind hauptsächlich anhaltende Niederschlagsdefizite; hydrologische Dürren beziehen sich auf unterdurchschnittlichen Abfluss, See- oder Grundwasserspiegel. Eine Megadürre ist eine sich lange hinziehende und verbreitete Dürre, die viel länger als normal dauert, üblicherweise ein Jahrzehnt oder mehr. [3]

E

Eisbohrkern

Aus einem Gletscher oder Eisschild gebohrter Eiszylinder. [3]
Aus Eisbohrkernen können Informationen zur Klimageschichte gewonnen werden.

Eisschild

Eine Landeismasse, die genügend mächtig ist, um den größten Teil der Topographie des darunterliegenden Gesteinsuntergrundes zu überdecken; in der modernen Welt gibt es nur drei große Eisschilde – einen auf Grönland sowie zwei in der Antarktis: den Ost- bzw. Westantarktischen Eisschild. [3]

Eistag

Ein Eistag ist ein Tag, an dem das Maximum der Lufttemperatur unterhalb des Gefrierpunktes von 0°C liegt, d.h. es herrscht durchgehend Frost. Alle Eistage sind somit gleichzeitig auch » Frosttage. Anhand der Anzahl der Eistage werden Aussagen zur Strenge eines Winters aufgestellt. [10]

siehe auch: » klimatologische Kenntage

El Niño Southern Oscillation (ENSO)

Der Begriff El Niño wurde ursprünglich verwendet, um eine Warmwasserströmung zu beschreiben, die regelmäßig entlang der Küste von Ecuador und Peru fließt und dabei die lokale Fischerei beeinträchtigt. Inzwischen bezeichnet er eine beckenweite Erwärmung des tropischen Pazifiks östlich der Datumsgrenze. Dieser ozeanische Vorgang steht in Verbindung mit einer Fluktuation in einem tropischen und subtropischen Oberflächendrucksystem auf globaler Ebene, die Southern Oscillation genannt wird. Dieses gekoppelte Atmosphären-Ozean-Phänomen, das vorzugsweise in Zeiträumen von zwei bis sieben Jahren auftritt, ist weithin bekannt als El Niño Southern Oscillation, oder ENSO. Es wird oft über die Differenz der Oberflächendruckanomalie zwischen Darwin und Tahiti und über die Meeresoberflächentemperaturen im Zentral- und Ostäquatorial-Pazifik gemessen. Während eines ENSO-Ereignisses werden die vorherrschenden Passatwinde schwächer, wodurch der Auftrieb des Tiefenwassers reduziert und Meeresströmungen geändert werden, sodass die Meeresoberflächentemperaturen ansteigen und die Passatwinde weiter geschwächt werden. Dieses Ereignis hat große Auswirkungen auf die Wind-, Meeresoberflächentemperatur- und Niederschlagsmuster im tropischen Pazifik. Durch globale
Telekonnektionsprozesse hat es klimatische Auswirkungen in der gesamten Pazifikregion sowie vielen anderen Teilen der Welt (z.B. Hurrikanhäufigkeit in Mittel- und Nordamerika).
Die Kaltphase von ENSO heißt „La Niña“. [3]

Emission

Der Übertritt luftverunreinigender Stoffe in die Atmosphäre. Emissionsquellen können z.B. Industrieanlagen, Hausbrand oder Verkehr sein. Auch verwendet im Zusammenhang mit Lärm, Radioaktivität, Erschütterungen und Wärme. Als Emittent wird die Quelle einer Verunreinigung bezeichnet. [4]

Emissionshandel

Ein marktkonformer Ansatz zur Erreichung von klimapolitischen Zielen. Er besteht darin, dass diejenigen, die ihre Treibhausgasemissionen unter das vorgeschriebene Niveau senken, ihre überschüssigen Rechte auf Emissionen nutzen oder mit ihnen handeln können, um Emissionen aus einer anderen Quelle im In- oder Ausland auszugleichen. Im Allgemeinen kann der Handel innerhalb eines Unternehmens, eines Landes oder international erfolgen. Der zweite Sachstandsbericht des IPCC (SAR) hat die Konvention übernommen, die Begriffe „Lizenzen“ für Binnen- und „Quoten“ für internationale Handelssysteme zu verwenden. Emissionshandel ist in Artikel 17 des Kyoto-Protokolls als ein System handelbarer Quoten definiert, das auf den zugeteilten Emissionsmengen basiert, die aus den Emissionsminderungs- und Beschränkungsverpflichtungen errechnet wurden, wie sie in Annex B des Protokolls aufgeführt sind. [3]

Emissionsminderung

Technologiewandel und -ersatz, der den Ressourceneinsatz und die Emissionen verringert. Obwohl einige gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Maßnahmen einen Emissionsrückgang erzeugen würden, ist mit Minderung im Zusammenhang mit Klimaänderung die Umsetzung von Politiken für die Treibhaugas-Emissionsminderung und die Stärkung von Senken gemeint. [3]

Emissionsminderungskapazität

Die Fähigkeit eines Landes, die Emissionen anthropogener Treibhausgase zu reduzieren oder natürliche Senken zu stärken, wobei sich Fähigkeit auf Fertigkeiten, Kompetenzen, Angepasstheit und Leistungen bezieht, die ein Land erlangt hat. Diese Fähigkeit hängt von Technologie, Institutionen, Wohlstand, Gerechtigkeit, Infrastruktur und Information ab. Die Emissionsminderungskapazität ist im Entwicklungspfad eines Landes hin zur Nachhaltigkeit verwurzelt. [3]

Emissionsszenario

Plausible Darstellung der zukünftigen Entwicklung der Emissionen von Substanzen, die möglicherweise strahlungswirksam sind (z.B. » Treibhausgase, » Aerosole). Sie  basiert auf  einer kohärenten (zusammenhängenden) und in sich konsistenten (widerspruchsfreien) Reihe von Annahmen über die zugrunde liegenden Kräfte (z.B. demographische und sozioökonomische Entwicklung, Technologiewandel) und deren Beziehungen. Von Emissionsszenarien abgeleitete Konzentrationen von Treibhausgasen werden als Vorgabe für die Berechnung von Klimaprojektionen mit Klimamodellen eingesetzt. [3]

Energie

Menge an Arbeit oder Wärme. Energie wird in eine Vielzahl von Arten unterteilt und ist für den Menschen nutzbar, wenn sie von einem Ort zum anderen fließt, oder von einer Art in eine andere umgewandelt wird. Primärenergie (auch als Energiequelle bezeichnet) ist die Energie, die in natürlichen Ressourcen (z.B. Kohle, Rohöl, Erdgas, Uran) enthalten ist und keinerlei Umwandlung durch den Menschen erfahren hat. Diese Primärenergie muss umgewandelt und transportiert werden, um zu nutzbarer Energie (z.B. Licht) zu werden. Erneuerbare Energie wird aus den anhaltenden und sich wiederholenden Energieströmen der Natur gewonnen und schließt sowohl kohlendioxidfreie Technologien wie Solarenergie, Wasserkraft, Wind, Gezeiten und Wellen und Erdwärme, als auch kohlendioxidneutrale Technologien wie Biomasse mit ein. [3]

Energiebilanz

Die Differenz der gesamten eingehenden und ausgehenden Energie im Klimasystem. Ist diese Bilanz positiv, tritt Erwärmung auf; ist sie negativ, erfolgt Abkühlung. Über die gesamte Erde und über einen längeren Zeitraum gemittelt muss diese Bilanz null ergeben. Weil das Klimasystem praktisch die gesamte Energie von der Sonne erhält, impliziert diese Nullbilanz, dass global gesehen die Menge der einfallenden Sonnenstrahlung im Schnitt gleich der Summe der reflektierten Sonnenstrahlung und der vom Klimasystem ausgesandten thermischen Infrarotstrahlung sein muss. Eine Störung dieses globalen Strahlungsgleichgewichts, sei sie anthropogen oder natürlich verursacht, wird » Strahlungsantrieb genannt. [3]

Erosion

Durch Wind, fließendes Wasser, Brandung, Gischt, Eis, Schleifmittel wie Steine oder Starkniederschläge wird Material an der Erdoberfläche abgetragen (z.B. durch Stürme, Überschwemmungen). Die Erosion ist ein natürlicher Prozess, wird aber durch menschliche Eingriffe wie z.B.Landnutzungsänderungen oft verstärkt oder ausgelöst. Stärke und Auswirkungen der Erosion hängen von vielen Faktoren (z.B. Art und Menge des Niederschlages, Geländeform, Vegetationsart und -dichte sowie Landnutzung) ab. Auch die Bodeneigenschaften wie Bodengefüge, Gehalt an organischer Substanz und Durchwurzelung spielen eine große Rolle.  [10]

Evaporation

Verdunstung von Wasser von einer freien Wasseroberfläche, von der vegetationsfreien Erdoberfläche und von Körpern, die keine Regulationsmechanismen für den Wasserhaushalt besitzen. Dagegen nennt man die von biologischen Faktoren abhängige Verdunstung von Blattoberflächen Transpiration. [1]

Evapotranspiration

Gesamtverdunstung von einer natürlich bewachsenen Bodenoberfläche. Sie setzt sich aus der » Evaporation und der » Transpiration zusammen.  [10]

Extremes Wetterereignis

Ein Ereignis, das an einem Ort und zu einer bestimmten Jahreszeit selten auftritt (selten: seltener als 10 % der beobachteten Wahrscheinlichkeitsverteilung). Die Charakteristik von so genanntem Extremwetter kann absolut gesehen von Ort zu Ort unterschiedlich sein.
Bleibt ein Muster von extremen Wetterereignissen über eine bestimmte Zeitspanne, z.B. eine Jahreszeit, bestehen, kann es als „extremes Klimaereignis“ eingestuft werden (z.B. Dürre oder Starkniederschlag). [3]

F

Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW)

H-FKWs fallen unter die sechs laut Kyoto-Protokoll zu mindernden Treibhausgase bzw. Treibhausgasgruppen.
Sie werden kommerziell als Ersatzstoff für  Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) hergestellt und wie ehemals diese oft in Kühlgeräten und der Halbleiterherstellung eingesetzt.
Siehe auch » Halogenkohlenwasserstoffe. [3]

Fossile Brennstoffe

Kohlenstoffbasierte Brennstoffe aus fossilen Kohlenwasserstoffablagerungen, einschließlich Kohle, Torf, Öl und Erdgas.

Fossile Brennstoff-Emissionen:
Emissionen von Treibhausgasen (inbesondere Kohlendioxid), die aus der Verbrennung von Brennstoffen aus fossilen Kohlenstofflagerstätten, einschließlich Kohle, Erdöl und Erdgas stammen [3]

Frosttag

Ein Frosttag ist ein Tag, an dem das Minimum der Lufttemperatur unterhalb des Gefrierpunktes von 0°C liegt. Die Anzahl der Frosttage ist somit größergleich der Anzahl an » Eistagen und ergänzt die Aussage zur Strenge eines Winters, welche primär anhand der Anzahl der Eistage ermittelt wird. [10

siehe auch: » klimatologische Kenntage

G

Gletscher

Eine Landeismasse, die unter dem Einfluss der Schwerkraft bergab fließt (durch innere Umformung und/oder Gleiten auf dem Untergrund) und durch internen Druck und Reibung auf dem Untergrund und an den Seiten eingegrenzt ist. Ein Gletscher wird durch die Akkumulation von Schnee in höheren Lagen genährt und schmilzt in tieferen Lagen ab. [3]

Globales Erwärmungspotential (Global Warming Potential-GWP)

Ein auf den Strahlungseigenschaften von gut durchmischten Treibhausgasen beruhender Index, der den über die Zeit integrierten Strahlungsantrieb einer Masseeinheit eines bestimmten gut durchmischten Treibhausgases in der heutigen Atmosphäre im Verhältnis zu demjenigen von Kohlendioxid angibt. Das GWP repräsentiert den kombinierten Effekt der unterschiedlichen Zeitdauer, für welche diese Gase in der Atmosphäre verbleiben und des relativen Wirkungsgrades bei der Absorption der abgehenden thermischen Infrarotstrahlung. Das » Kyoto-Protokoll beruht auf GWPs von Impuls-Emissionen in einem 100-Jahr-Zeitrahmen. [3]

Globale Erdoberflächentemperatur

Die globale Erdoberflächentemperatur ist eine Schätzung der globalen mittleren Lufttemperatur an der Erdoberfläche. Für die Berechnung von Änderungen über die Zeit werden allerdings nur Differenzen, d.h. Abweichungen von einer klimatologischen Referenzperiode, verwendet. Diese werden üblicherweise als flächengewichteter globaler Durchschnitt der Temperaturanomalien an der Meeresoberfläche und der Anomalien der Lufttemperatur über der Landoberfläche berechnet. [3]

Globalstrahlung

Als Globalstrahlung bezeichnet man die gesamte auf eine Fläche auftreffende direkte und diffuse Strahlung. Die Atmosphäre verringert die Intensität der eintreffenden Strahlung durch Absorption, Reflexion und Streuung. Während die direkte Strahlung der Anteil der Sonnenstrahlung ist, der ohne Richtungsänderung auf die Erdoberfläche fällt, ist die diffuse Strahlung der Teil, der beim Eintritt in die Atmosphäre z.B. an Wolken, Dunst und Nebel gestreut wird und aus verschiedenen Richtungen auf die Erdoberfläche auftrifft. Bei klarem Himmel besteht die Globalstrahlung fast nur aus direkter, bei bewölktem Himmel ausschließlich aus diffuser Strahlung. Einheit: Watt pro Quadratmeter (W/m2). [4]

H

Halogenkohlenwasserstoffe

Ein Sammelbegriff für die Gruppe von teilweise halogenisierten organischen Substanzen, einschließlich Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) und Hydro-fluorchlorkohlenwasserstoffe (H-FCKWs), sowie perfluorierter Kohlenwasserstoffe (FKWs), Halone, Methylchlorid, Methylbromid, etc. Viele der Halogenkohlenwasserstoffe haben ein hohes » Globales Erwärmungspotential. Die chlor- und bromhaltigen Halogenkohlenwasserstoffe sind auch am Abbau der Ozonschicht beteiligt. [3]

heißer Tag

Ein heißer Tag ist ein Tag, an dem das Maximum der Lufttemperatur >= 30°C beträgt. Die Anzahl der heißen Tage ist somit kleinergleich der Anzahl der » Sommertage und ein Maß für die Güte eines Sommers. [10]

siehe auch: » klimatologische Kenntage

Hockey-Stick-Kurve

Der sogenannte „Hockey Stick“ beschreibt die erste Rekonstruktion der Temperaturen auf der Nordhalbkugel für das vergangene Jahrtausend von den Wissenschaftlern Mann, Bradley und Hughes aus dem Jahre 1999. Es handelt sich dabei um eine » Multiproxy-Rekonstruktion der Temperaturverhältnisse; zur Rekonstruktion der vergangenen Temperaturverhältnisse wurden also verschiedene Arten von Klimaarchiven (z.B. Eisbohrkerne, historische Aufzeichungen, Baumringe) genutzt. Die Bezeichnung „Hockey Stick“ resultiert aus der Ähnlichkeit des Kurvenverlaufs mit einem Hockeyschläger. In der ersten Version reichte der Hockey Stick bis zum Jahr 1400 n. Chr. zurück, wurde von den Autoren schließlich bis zum Jahr 1000 n. Chr. verlängert. [7]

Hydrosphäre

Der Teil des Klimasystems, der flüssiges Oberflächen- und unterirdisches Wasser umfasst, wie z.B. Ozeane, Meere, Flüsse, Süßwasserseen, Grundwasser, etc. [3]

I

IPPC (Intergovernmental Panel on Climate Change)

Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimafragen. Das IPCC wurde 1988 von der Weltorganisation für Meteorologie WMO eingerichtet, um über den aktuellen Forschungsstand auf dem Gebiet der Klimaforschung und der Klimafolgenforschung zu berichten. Es untergliedert sich in drei Arbeitsgruppen. Die Arbeitsgruppe I befasst sich mit den naturwissenschaftlichen Aspekten des Klimasystems, die Arbeitsgruppe II bewertet die Auswirkungen des Klimawandels für Natur und Gesellschaft und die Arbeitsgruppe III konzentriert sich auf mögliche Strategien, die resultierenden Probleme zu lösen. Im Jahr 2001 wurde der dritte Bericht des IPCC vorgelegt. Er skizziert die in den nächsten Jahrzehnten zu erwartenden Klimaänderungen und deren voraussichtliche Folgen und bestätigt den inzwischen dominierenden Einfluss des Menschen auf das Klima. Der vierte Bericht ist 2007 erschienen. [6]

K

Klima

Klima im engen Sinn ist normalerweise definiert als die statistische Beschreibung des Wetters in Form von Durchschnittswerten und Variabilitäten relevanter Größen über eine Zeitspanne im Bereich von Monaten bis tausenden von Jahren. Der klassische, von der Weltorganisation für Meteorologie (» WMO) definierte, Betrachtungszeitraum umfasst 30 Jahre. Bei den betrachteten Größen handelt es sich meistens um Oberflächenvariablen, wie Temperatur, Niederschlag oder Wind. Klima im weiteren Sinn ist der Zustand des Klimasystems, einschließlich seiner statistischen Beschreibung. [2]

Klimaarchiv

Natürliche Klimaarchive geben Auskunft über die klimatische Vergangenheit. Informationen über frühere Klimaverhältnisse können z.B. in den Jahrringen von Bäumen, in Korallen, See- oder Ozeansedimenten, Pollen oder Eiskernen aufgezeichnet werden. [5]

Klimaänderung

Der Begriff Klimaänderung bezieht sich auf jede Änderung des Klimas im Verlauf der Zeit, die aufgrund einer Änderung im Mittelwert oder im Schwankungsbereich seiner Eigenschaften identifiziert werden kann (z.B. mit Hilfe von statistischen Tests) und die über eine längere Periode von typischerweise Jahrzehnten oder noch länger andauert. Klimaänderungen können durch interne natürliche Schwankungen oder auch durch äußere Antriebe oder andauernde anthropogene Veränderungen in der Zusammensetzung der Atmosphäre oder der Landnutzung zustande kommen. Es ist zu beachten, dass das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) Klimaänderungen definiert als „Änderungen des Klimas, die unmittelbar oder mittelbar auf menschliche Tätigkeit zurückzuführen sind, welche die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändern und die zu den über vergleichbare Zeiträume beobachteten natürlichen Klimaschwankungen hinzukommen.“ Das UNFCCC unterscheidet also zwischen Klimaänderung verursacht durch die Veränderung der Zusammensetzung der Atmosphäre aufgrund menschlicher Aktivitäten und Klimavariabilität aufgrund natürlicher Ursachen. [3]

Klimafolgen

Klimafolgen beschreiben die Auswirkungen des Klimawandels. Neben "schleichenden" Veränderungen wie beispielsweise dem graduellen Anstieg der Durchschnittstemperaturen oder dem Abschmelzen von Gletschern und Polarkappen gibt es Klimafolgen, deren Auswirkungen jetzt schon spürbar sind, wie gehäuftes Vorkommen von Dürren und Überflutungen. Klimafolgen bergen viele Risiken, können aber auch Chancen bedeuten. [8]

Klimafolgenmanagement

Klimafolgenmanagement beschreibt den systematischen Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels. Ausgehend von identifizierten Risiken werden grundlegende Handlungsansätze für die Integration von Anpassungsmaßnahmen entwickelt. Im Vordergrund stehen dabei Aspekte der Kommunikation, die Langfristigkeit der Aufgabe, die Integration in bestehende Abläufe sowie die Verknüpfung von Klimaschutz und Klimaanpassung. [8]

Klimamodell

Eine modellhafte numerische Darstellung des » Klimasystems, die auf den physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften seiner Bestandteile, seinen Wechselwirkungen und Rückkopplungsprozessen basiert und alle oder einige seiner bekannten Eigenschaften -teilweise vereinfacht- abbildet. Das Klimasystem kann von Modellen unterschiedlicher Komplexität dargestellt werden, d.h. für jeden Bestandteil oder eine Kombination von Bestandteilen kann ein Modellspektrum oder eine Modellhierarchie bestimmt werden, die sich in Aspekten unterscheidet wie der Anzahl der räumlichen Dimensionen, dem Ausmaß, in welchem physikalische, chemische oder biologische Prozesse explizit dargestellt werden, oder bis zu welchem Grad empirische Parametrisierungen verwendet werden. Gekoppelte allgemeine Atmosphären-Ozean-Meereis-Zirkulationsmodelle (AOGCM) bieten eine Darstellung des Klimasystems, die sich nahe am umfassendsten Ende des derzeit vorhandenen Spektrums befindet. Es gibt eine Entwicklung in Richtung noch komplexerer Modelle mit interaktiver Chemie und Biologie. Klimamodelle werden als Forschungsinstrument verwendet, um das » Klima zu untersuchen und zu simulieren, aber auch für operationelle Zwecke, einschließlich monatlicher, saisonaler und jahresübergreifender Klimaprojektionen. [3]

Klimaprojektion

Eine mögliche Entwicklung des Klimas in der Zukunft unter Annahme einer bestimmten Entwicklung klimarelevanter Randbedingungen. Es wird, basierend auf Modellsimulationen, eine mögliche Reaktion des Klimasystems auf Emissions- oder Konzentrationsszenarien von Treibhausgasen, Aerosolen oder Strahlungsantriebs-Szenarien abgebildet. Klimaprojektionen werden von Klimaprognosen unterschieden, um zu betonen, dass Klimaprojektionen von den verwendeten Emissions-/Konzentrations- bzw. Strahlungsantriebs-Szenarien abhängen, die auf Annahmen z.B. über zukünftige gesellschaftliche und technologische Entwicklungen beruhen, die nur eventuell verwirklicht werden und deshalb mit erheblichen Unsicherheiten  verbunden sind. [3]

Bezogen auf die Kartendarstellungen im Klimawandelinformationssystem: Klimaprojektionen in Abhängigkeit von gewähltem Regionalmodell und Betrachtungszeitraum für die Zukunftsperiode 2021-2050 bzw. 2071-2100.

Klimaproxy

Ein Klimaproxy ist ein indirekter Anzeiger des Klimas, welcher in natürlichen » Klimaarchiven wie Baumringen, Korallen, See- oder Ozeansedimenten, Pollen, oder Eiskernen aufgezeichnet wurde. Klimaproxys können also zur Rekonstruktion des Klimas der Vergangenheit herangezogen werden, als noch keine instrumentelle Aufzeichnung existierte. Klimaproxys müssen in der Regel an instrumentellen Daten kalibriert sein, um ein quantitatives Bild vergangener Klimazustände gewinnen zu können. Bohrkerne aus den grönländischen und antarktischen Landeisschilden zählen mit zu den wichtigsten Klimaarchiven und liefern mittlerweile Informationen über globale Klimaveränderungen der letzten ca. 800000 Jahre, so z.B. über die Entwicklung des CO2-Gehalts der Atmosphäre; darüber hinaus werden auch Eiskerne aus Gebirgsgletschern der gemäßigten Zonen analysiert. [5]

Klimarisiko

Der Klimawandel birgt Risiken für die verschiedenen Lebens-, Umwelt-, und Wirtschaftsbereiche. Hier kann zwischen direkten und indirekten Risiken unterschieden werden. Direkte Klimarisiken resultieren unmittelbar aus Klimaveränderungen oder klimabedingten Veränderungen von Ökosystemen. [9]

Klimarückkopplung

Ein Wechselwirkungs-Mechanismus zwischen Prozessen im Klimasystem wird Klimarückkopplung genannt, wenn die Wirkung eines ersten Prozesses Veränderungen in einem zweiten Prozess auslöst, welcher wiederum den ersten Prozess beeinflusst. Eine positive Rückkopplung verstärkt den ursprünglichen Prozess, eine negative Rückkopplung verringert ihn. [3]

Klimaschutz

Klimaschutz ist der Oberbegriff für Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Dies kann auf zwei Arten geschehen: durch Verringerung der vom Menschen ausgestoßenen Treibhausgase oder durch den Ausbau oder Erhalt von CO2 Senken, die größere Mengen CO2 aufnehmen können, wie z.B. Wälder. [9]

Klimasensitivität

In den Berichten des » IPCC bezieht sich die (Gleichgewichts-) Klimasensitivität auf die (Gleichgewichts-) Änderung der globalen mittleren Erdoberflächentemperatur als Folge einer Verdoppelung der atmosphärischen CO2-Äquivalent-Konzentration. Aufgrund von rechenbedingten Einschränkungen wird die Gleichgewichts-Klimasensitivität in einem Klimamodell gewöhnlich abgeschätzt, indem ein atmosphärisches allgemeines Zirkulationsmodell mit einem Mischungsschicht-Ozeanmodell gekoppelt wird, da die Gleichgewichts-Klimasensitivität hauptsächlich durch atmosphärische Prozesse bestimmt wird. Effiziente Modelle können mit einem dynamischen Ozean bis zum Gleichgewicht betrieben werden.
Die effektive Klimasensitivität ist eine damit verbundene Grösse, welche die Bedingung des Gleichgewichts umgeht. Sie wird mit Modellberechnungen evaluiert, die nicht-Gleichgewichts-Bedingungen entwickeln. Sie ist ein Mass für die Stärke der Rückkopplungen zu einer bestimmten Zeit und kann aufgrund der Veränderungen der Einflussfaktoren und des Klimazustandes variieren. Der Klimasensitivitätsparameter (Einheit: ºC (W/m2) bezieht sich auf die Gleichgewichtsänderung des Jahresmittels der Erdoberflächentemperatur aufgrund einer Änderung des Strahlungsantriebs um eine Einheit.
Die Übergangs-Klimareaktion ist die Änderung der globalen Erdoberflächentemperatur, gemittelt über eine 20-Jahres-Periode, zentriert auf den Zeitpunkt der Verdopplung des atmosphärischen Kohlendioxids, d.h. im Jahr 70 in einem Experiment mit einem 1 % -pro-Jahr-Antstieg des Kohlendioxid-Äquivalents mit einem globalen gekoppelten Klimamodell. Sie ist ein Mass für die Stärke und Geschwindigkeit der Reaktion der Erdoberflächentemperatur auf den Antrieb durch Treibhausgase. [3]

Klimasystem

Das Klimasystem ist ein höchst komplexes System, das aus fünf Hauptbestandteilen besteht: der Atmosphäre, der Hydrosphäre, der Kryosphäre, der Landoberfläche und der Biosphäre sowie den Wechselbeziehungen zwischen diesen Bestandteilen. Das Klimasystem verändert sich über die Zeit unter dem Einfluss seiner eigenen inneren Dynamik und durch externe Kräfte wie Vulkanausbrüche, solare Schwankungen und anthropogene Einflüsse wie die Änderung der Zusammensetzung der Atmosphäre und der Landnutzung. [3]

Klimatologische Kenntage

Ein "klimatologischer Kenntag" ist ein Tag, an deim ein definierter Schwellenwert eines Klimaparameters erreicht oder über(unterschritten wird oder ein Tag, an dem ein definiertes meteorologisches Phänomen auftrat. [10]

siehe auch: » Eistag, » Frosttag, » Sommertag, » heißer Tag, » Tropennacht

Klimatologische Referenzperiode

Klimatologische Referenzperioden umfassen in der Regel 30 Jahre, damit die statistischen Kenngrößen der verschiedenen klimatologischen Parameter mit befriedigender Genauigkeit und Sicherheit bestimmt werden können.
Die Weltorganisation für Meteorologie (» WMO) hat als zurzeit gültige internationale klimatologische Referenzperiode den Zeitraum 1961-1990 festgelegt. Davor galt die Periode 1931-1960 als Bezugszeitraum. Wenn die WMO an ihrer bisherigen Praxis, keine überlappenden Referenzperioden zu definieren, festhält, wird diese Periode noch über 2020 hinaus gültig bleiben und dann durch die Periode 1991-2020 ersetzt werden.
Aus praktischen Gründen und für Anwendungen, die eine besonders zeitnahe Referenzperiode erfordern, kann natürlich auch auf einen anderen Bezugszeitraum übergegangen werden. So wurde in Mitteleuropa statt der Periode 1931-60 häufig der Zeitraum 1951-80 benutzt, um die Lücken in den Zeitreihen während des 2. Weltkriegs zu umgehen und gegenwärtig wird oftmals schon die Periode 1971-2000 verwendet.  Für internationale Vergleiche sollte jedoch die von der WMO festgelegte Periode benutzt werden. [10]

Klimavariabilität

» Klimaänderung

Klimavariable

Klimavariable sind Tageswerte von Maximumtemperatur [°C], Mitteltemperatur [°C], Minimumtemperatur       [°C] sowie Tagessummen des Niederschlages [mm], relative Feuchte im Tagesmittel [ % ], Luftdruck im Tagesmittel [hPa], Taupunkt im Tagesmittel [°C], tägliche Sonnenscheindauer [Std], Tagesmittel des Bedeckungsgrades [/8], Globalstrahlung und Tagesmittel der Windstärke [Bfd]. [3]

Klimawandelfolgen

Folgen der Klimaänderung auf natürliche und gesellschaftliche Systeme. Abhängig von der Betrachtung der Anpassung kann man zwischen potentiellen und verbleibenden Auswirkungen unterscheiden:
Potentielle Auswirkungen:
Alle Auswirkungen, die bei einer gegebenen projizierten Klimaänderung auftreten können, ohne Anpassungen zu berücksichtigen.
Verbleibende Auswirkungen:
Die Auswirkungen der Klimaänderung, die nach einer Anpassung auftreten würden.
[2]

Kohlendioxid (CO<sub>2</sub>)

Ein natürlich vorkommendes Gas, auch ein Nebenprodukt aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe aus fossilen Kohlenstofflagerstätten, wie z.B. Öl, Gas und Kohle, sowie der Verbrennung von Biomasse und von Landnutzungsänderungen und anderen industriellen Prozessen. Es ist das wichtigste anthropogene Treibhausgas, das die Strahlungsbilanz der Erde beeinflusst. Es ist das “Bezugsgas”, gegenüber welchem die anderen Treibhausgase gemessen werden, und hat deshalb ein Globales Erwärmungspotential (» GWP) von 1. [3]

Kohlendioxidabtrennung und -speicherung (CCS)

Verfahren, bestehend aus der Abtrennung von Kohlendioxid aus industriellen und energiebedingten Quellen, dem Transport zu einer Lagerstätte und der langfristigen Isolation von der Atmosphäre. [3]

Kohlenstoffkreislauf

Der Begriff beschreibt den Kohlenstofffluss (in verschiedenen Formen, z.B. als Kohlendioxid) durch die Atmosphäre, das Meer, die terrestrische Biosphäre und die Lithosphäre. [3]

Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll zum Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) wurde 1997 an der dritten Vertragsstaatenkonferenz (COP) zum UNFCCC in Kyoto, Japan, angenommen. Es enthält rechtlich bindende Verpflichtungen in Ergänzung zu denjenigen im UNFCCC. Länder, die in Anhang B des Protokolls aufgeführt sind (die meisten OECD-Staaten und Schwellenländer), vereinbarten eine Reduktion ihrer anthropogenen Treibhausgas-Emissionen (Kohlendioxid, Methan, Lachgas, Schwefelhexafluorid, Fluorkohlenwasserstoffe und Perfluorkohlenstoffe) um mindestens 5% unter den Stand von 1990 innerhalb des Verpflichtungszeitraums von 2008 bis 2012. Das Kyoto-Protokoll ist am 16. Februar 2005 in Kraft getreten. [3]

im Kyoto-Protokoll reglementierte Treibhausgase:

  • Kohlendioxid (CO2)
  • Methan (CH4)
  • Lachgas (N2O)
  • Schwefelhexafluorid (SF6)
  • Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKWs)
  • perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKWs)

L

Lachgas (N<sub>2</sub>O)

Eines der sechs Treibhausgase, die unter dem Kyoto-Protokoll zu mindern sind.
Die größte anthropogene Quelle von Lachgas ist die Landwirtschaft (Bodenbewirtschaftung und tierische Dünger), es kommen aber auch wichtige Beiträge aus der Abwasserbehandlung, der Verbrennung fossiler Brennstoffe und chemischen Industrieprozessen. Lachgas wird auch natürlich von einer großen Bandbreite an biologischen Quellen in Böden und Wasser produziert, insbesondere durch mikrobielle Aktivität in tropischen Regenwäldern. [3]

 

Landnutzung und Landnutzungsänderung

Landnutzung bezieht sich auf die Gesamtheit der Vorkehrungen, Aktivitäten und Investitionen, die in einem bestimmten Landbedeckungstyp vorgenommen werden (eine Reihe menschlicher Aktivitäten). Der Begriff Landnutzung wird auch im Sinne des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zwecks, für den Land bewirtschaftet wird (z.B. Weidewirtschaft, Holznutzung, Naturschutz), verwendet.

Landnutzungsänderung bezieht sich auf eine Änderung in der Nutzung oder Bewirtschaftung des Landes durch den Menschen, die zu Bodenbedeckungsänderungen führen kann. Bodenbedeckungs- und Landnutzungsänderungen können Auswirkungen auf die Oberflächen-Albedo, Evapotranspiration, Quellen und Senken von Treibhausgasen oder auf andere Eigenschaften des Klimasystems haben und können deshalb einen Strahlungsantrieb und/oder andere Einflüsse auf das lokale oder globale Klima bewirken. [3]

M

Meeresspiegeländerung

Der Meeresspiegel kann sich sowohl auf globaler als auch auf lokaler Ebene ändern, und zwar aufgrund von Änderungen der Form der Ozeanbecken, Änderungen der gesamten Wassermasse und Änderungen der Dichte des Wassers. Zu den Faktoren, die unter globaler Erwärmung zu einem Meeresspiegelanstieg führen, zählen sowohl Zunahmen der gesamten Wassermasse durch das Abschmelzen von Schnee und Eis an Land, als auch Veränderungen der Wasserdichte durch einen Anstieg der Meerwassertemperaturen und Änderungen im Salzgehalt. Ein relativer Meeresspiegelanstieg tritt auf, wenn sich der Meeresspiegel relativ zum Land lokal erhöht, z.B. durch Meeresanhebung und/ oder Absenkung des Landniveaus. Siehe auch Mittlerer Meeresspiegel; Thermische Ausdehnung. [3]

Methan (CH<sub>4</sub>)

Methan ist eines der sechs Treibhausgase, die im Rahmen des Kyoto-Protokolls bekämpft werden. Es ist der Hauptbestandteil von Erdgas und steht in Zusammenhang mit allen kohlenwasserstoffbasierten Treibstoffen, Tierzucht und Landwirtschaft. Kohleflöz-Methan ist das Gas in Kohlebändern. [3]

O

Ozon (O<sub>3</sub>)

Ozon, die triatomische Form von Sauerstoff, ist ein gasförmiger Bestandteil der Atmosphäre. In der Troposphäre wird es sowohl natürlich als auch durch photo-chemische Reaktionen unter Einbezug von Gasen, die von menschlichen Aktivitäten herrühren, gebildet (“Smog”). Troposphärisches Ozon wirkt als Treibhausgas. In der Stratosphäre wird Ozon durch das Zusammenwirken von solarer Ultraviolettstrahlung und molekularem Sauerstoff (O2) gebildet. Stratosphärisches Ozon spielt eine entscheidende Rolle in der stratosphärischen Strahlungsbilanz. Seine Konzentration ist in der Ozonschicht am höchsten. [3]

P

Paläoklima

Als Paläoklima bezeichnet man das Klima in Zeiten vor der Entwicklung von Messinstrumenten, einschließlich historischer und geologischer Zeiträume, für die nur Proxy-Klimadatenreihen verfügbar sind. Aus dem Wissen über die Klimageschichte versucht man Rückschlüsse auf die klimatische Zukunft der Erde zu ziehen. [3]

perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW)

Gehören zu den sechs Treibhausgasen, deren Ausstoß laut Kyoto-Protokoll gemindert werden soll. Es sind Nebenprodukte aus der Aluminiumschmelzung und Urananreicherung. Darüber hinaus ersetzen sie FCKWs bei der Herstellung von Halbleitern. [3]

Post-SRES-Szenarien

Referenz- und Emissionsminderungsszenarien, die nach der Fertigstellung des IPCC-Sonderberichts zu Emissionsszenarien (SRES; Nakičenovič und Swart, 2000), also nach dem Jahr 2000, veröffentlicht wurden. [3]

Projektion

Eine Projektion ist eine mögliche zukünftige Entwicklung einer Eigenschaft oder einer Reihe von Grössen, oft mit Hilfe eines Modells berechnet. Projektionen werden von Prognosen unterschieden, um hervorzuheben, dass sie Annahmen beinhalten (z.B. betreffend künftiger sozioökonomischer und technologischer Entwicklungen, die vielleicht realisiert werden, vielleicht aber auch nicht) und dass sie deshalb wesentlichen Unsicherheiten unterworfen sind. [3]
» Klimaprojektion

R

Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC)

United Nations Framework Convention on Climate Change.
Die Konvention wurde am 9. Mai 1992 in New York verabschiedet und am Weltgipfel von 1992 in Rio de Janeiro von über 150 Ländern und der Europäischen Gemeinschaft unterschrieben. Ihr Ziel ist die "Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau, das gefährliche anthropogene Beeinträchtigungen des Klimasystems verhindert". Es umfasst Verpflichtungserklärungen aller Parteien. Unter der Konvention zielen die in Anhang I enthaltenen Länder (alle OECD- und Schwellenländer) darauf ab, die Treibhausgasemissionen, die nicht vom Montreal-Protokoll kontrolliert werden, bis 2000 auf das Niveau von 1990 zurückzuführen. Die Konvention ist im März 1994 in Kraft getreten. Das Sekretariat der sogenannten Klimarahmenkonvention hat seinen Sitz in Bonn. [3]

Referenzwert oder -szenario

Bezugsgröße für messbare Größen, an der ein alternatives Ergebnis gemessen werden kann, z.B. die Verwendung eines Szenarios ohne Intervention als Referenz für die Analyse von Interventionsszenarien. [3]

Regionalisierung

Unter der Regionalisierung sind die verschiedenen regionalen Klimamodelle zu verstehen. Zur Simulation der komplexen  atmosphärischen Vorgänge werden globale Zirkulationsmodelle genutzt. Die globalen Klimamodelle haben eine Auflösung von 200 x 200 km; somit sind keine Auswertungen auf regionaler Basis möglich. Zum regionalen "Downscaling" werden Regionalmodelle verwendet, deren Auflösung in der Regel zwischen 12 und 50 km liegt. Es wird dabei zwischen dynamischen und statistischen Verfahren unterschieden:

  • Dynamische Verfahren: fokussieren auf Teilregionen des globalen Modells und rechnen in diesen Gebieten mit deutlich höherer räumlicher Auflösung, wobei an der Berandung des jeweiligen Teilgebietes die Antriebsdaten aus einem globalen Klimamodell zum Einsatz kommen.
  • Statistische Verfahren: gehen davon aus, dass die globalen Modelle im großräumigen Maßstab in der Lage sind, die Muster der atmosphärischen Zirkulation treffend zu beschreiben. Es werden statistische Beziehungen zwischen den großräumigen Mustern und den lokalen Auswirkungen identifiziert, wobei die aus der Vergangenheit (Messreihen von Klimastationen) gewonnen Beziehungen auf die Projektionen der globalen Modelle angewendet werden. [12]

Bei den Kartendarstellungen im Klimawandelinformationssystem stehen folgende Regionalmodelle zur Auswahl:

  • WETTREG 2006
  • WETTREG 2010
  • REMO_10
  • REMO_10X
  • CLM
  • STAR2

Rossby-Wellen

Rossby-Wellen sind großflächige Wellenbewegungen, die sowohl in der Atmosphäre als auch im Ozean vorzufinden sind. Das Phänomen wird auch als lange Wellen oder planetarische Wellen bezeichnet. In der Meteorologie steht es mit dem Begriff der Polarfront in Zusammenhang, einer Grenzfläche zwischen Polarluft und subtropischer Luft, die sich permanent in Rossby-Wellen verschiebt. Das Gefälle in der Thermik kalter Polarluftmassen und warmer Subtropikluftmengen gleicht sich aufgrund der sogenannten Coroliskraft nicht direkt aus. Als Ausgleichsbewegung entsteht eine Süd-Nord-Bewegung mit einer ost-westlichen Komponente. Je größer der Temperaturunterschied zwischen den Fronten, desto stärker wird die Bewegung des Westwinddrifts abgelenkt. Infolge dessen mäandriert der Westwinddrift, schlägt also Wellen, die als Rossby-Wellen bekannt sind. Durch eine Verwirbelung der Rossby-Wellen entstehen dynamische Druckgebiete. Eines der bekanntesten Phänomene dieser Art ist der Zyklon, der vorwiegend in hohen Gebirgen auftritt. [16]

S

Schwefelhexafluorid (SF<sub>6</sub>)

Eines der sechs Treibhausgase, die unter dem Kyoto-Protokoll zu bekämpfen sind. Es wird größtenteils in der Schwerindustrie verwendet, um Hochspannungsanlagen zu isolieren und um die Herstellung von Kabelkühlungen und Halbleitern zu unterstützen. [3]

Schwellenwert

Schwellenwerte von Klimaveränderungen markieren das Ausmaß, bis zu dem sich eine Klimavariable verändern kann, bevor sie inakzeptable Auswirkungen auf ein System (z.B. ein Ökosystem, ein Unternehmen oder eine Kommune) hat. [9]

Sensitivität

Sensitivität ist der Grad, zu dem ein System durch Klimavariabilität oder Klimaveränderung beeinflusst wird, sei es negativ oder positiv. Die Wirkung kann direkt sein (z.B. eine Veränderung des Ernteertrags als Reaktion auf eine Veränderung des Durchschnitts, der Bandbreite oder der Variabilität der Temperatur) oder indirekt (z.B. Schäden, die durch eine zunehmende Häufigkeit an Küstenüberflutungen aufgrund des Meeresspiegelanstiegs verursacht werden). Dieses Konzept der Sensitivität darf nicht mit der » Klimasensitivität verwechselt werden, die separat definiert wurde. [3]

Sommertag

Ein Sommertag ist ein Tag, an dem das Maximum der Lufttemperatur >= 25°C beträgt. Die Anzahl der Sommertage enthält somit die Anzahl der » heißen Tage. [10

siehe auch: » klimatologische Kenntage

Sonnenaktivität

Die Sonne weist Zeiträume von hoher Aktivität auf, die sich in der Anzahl der Sonnenflecken wie auch in der Abstrahlung, in der magnetischen Aktivität und in der Emission von hochenergetischen Partikeln ausdrücken. Diese Variationen finden auf Zeitskalen von Millionen von Jahren bis zu Minuten statt. [3]

Sonnenstrahlung

Von der Sonne ausgestrahlte elektromagnetische Strahlung. Sie wird auch als Kurzwellenstrahlung bezeichnet. Sonnenstrahlung weist eine bestimmte Spannbreite von Wellenlängen (Spektrum) auf, die von der Temperatur der Sonne abhängig sind. Sie ist in der sichtbaren Wellenlänge am stärksten. [3]

SRES-Szenarien

SRES-Szenarien sind Emissionsszenarien, die von Nakičenovič und Swart (2000) entwickelt wurden und die unter anderem als Basis für die Klimaprojektionen im Synthsebericht des IPCC (siehe Quelle) verwendet wurden. Folgende Begriffe sind für ein besseres Verständnis der Struktur und des Gebrauchs der SRES-Szenarien wichtig:

  • Modellgeschichte:
    Eine erzählende Beschreibung eines Szenarios (oder einer Szenarienfamilie), die dessen Haupteigenschaften und die Zusammenhänge zwischen den Haupteinflussfaktoren und deren Entwicklungsdynamik hervorhebt.
  • Szenarienfamilie:
    Szenarien, die von einer ähnlichen demographischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und den technologischen Wandel betreffenden Modellgeschichte ausgehen. Das SRES-Szenarienset umfasst vier Szenarienfamilien: A1, A2, B1 und B2.
  • A1
    Die A1-Modellgeschichte bzw. -Szenarien-Familie beschreibt eine zukünftige Welt mit sehr raschem Wirtschaftswachstum, einer Mitte des 21. Jahrhunderts kulminierenden und danach rückläufigen Weltbevölkerung und rascher Einführung neuer und effizienterer Technologien. Wichtige grundlegende Themen sind Annäherung von Regionen, Entwicklung von Handlungskompetenz sowie zunehmende kulturelle und soziale Interaktion bei gleichzeitiger substantieller Verringerung regionaler Unterschiede der Pro-Kopf-Einkommen. Die A1-Szenarien-Familie teilt sich in drei Gruppen auf, die unterschiedliche Ausrichtungen technologischer Änderungen im Energiesystem beschreiben. Die drei A1-Gruppen unterscheiden sich in ihrer technologischen Hauptstossrichtung: fossil-intensiv (A1FI), nichtfossile Energiequellen (A1T) oder eine ausgewogene Nutzung aller Quellen (A1B) (wobei ausgewogene Nutzung definiert ist als eine nicht allzu große Abhängigkeit von einer bestimmten Energiequelle und durch die Annahme eines ähnlichen Verbesserungspotentials für alle Energieversorgungs- und -verbrauchstechnologien).
  • A2
    Die A2-Modellgeschichte bzw. -Szenarien-Familie beschreibt eine sehr heterogene Welt. Das Grundthema ist Autarkie und Bewahrung lokaler Identitäten. Regionale Fruchtbarkeitsmuster konvergieren nur sehr langsam, was eine stetig zunehmende Bevölkerung zur Folge hat. Die wirtschaftliche Entwicklung ist vorwiegend regional orientiert und das Pro-Kopf-Wirtschaftswachstum und technologische Veränderungen sind bruchstückhafter und langsamer als in anderen Modellgeschichten.
  • B1
    Die B1- Modellgeschichte bzw. -Szenarien-Familie beschreibt eine sich näher kommende Welt, mit der gleichen, Mitte des 21. Jahrhunderts kulminierenden und danach rückläufigen Weltbevölkerung wie in der A1-Modellgeschichte, jedoch mit raschen Änderungen der wirtschaftlichen Strukturen in Richtung einer Dienstleistungs- und Informationswirtschaft, bei gleichzeitigem Rückgang des Materialverbrauchs und Einführung von sauberen und ressourcen-effizienten Technologien. Das Schwergewicht liegt auf globalen Lösungen für eine wirtschaftliche, soziale und umweltgerechte Nachhaltigkeit, einschließlich erhöhter sozialer Gerechtigkeit, aber ohne zusätzliche Klimainitiativen.
  • B2
    Die B2-Modellgeschichte bzw. -Szenarien-Familie beschreibt eine Welt mit Schwerpunkt auf lokalen Lösungen für eine wirtschaftliche, soziale und umweltgerechte Nachhaltigkeit. Es ist eine Welt mit einer stetig, jedoch langsamer als in A2, ansteigenden Weltbevölkerung, wirtschaftlicher Entwicklung auf mittlerem Niveau und weniger raschem, dafür vielfältigerem technologischem Fortschritt als in den B1- und A1-Modellgeschichten. Obwohl das Szenario auch auf Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit ausgerichtet ist, liegt der Schwerpunkt auf der lokalen und regionalen Ebene.
    [3]

Stakeholder

Auch Interessenvertreter. Eine Person oder Organisation, die ein legitimes Interesse an einem Projekt oder einer Einheit hat, oder die durch eine bestimmte Handlung oder Politik betroffen wäre. [3]

Strahlungsantrieb

Der Strahlungsantrieb ist die Veränderung in der vertikalen Nettoeinstrahlung (Einstrahlung minus Ausstrahlung; ausgedrückt in Watt pro Quadratmeter, W/) an der Tropopause aufgrund einer Veränderung eines äußeren Antriebs der Klimaänderung, wie z.B. eine Veränderung in der Konzentration von Kohlendioxid oder in der Sonneneinstrahlung. Der Strahlungsantrieb wird berechnet, indem alle troposphärischen Eigenschaften auf ihren ungestörten Werten konstant gehalten werden und nachdem sich die stratosphärischen Temperaturen, sofern verändert, an das strahlungsdynamische Gleichgewicht angepasst haben. Der Strahlungsantrieb wird als unverzögert bezeichnet, wenn keine Veränderung in den stratosphärischen Temperaturen beobachtet wird. Für die Zielsetzung dieses Berichtes wurde der Strahlungsantrieb weiter definiert als die Veränderung im Vergleich zum Jahr 1750 und bezieht sich, sofern nicht anders vermerkt, auf den global und jährlich gemittelten Wert. [3]

Stratosphäre

Ausgeprägt geschichtete Zone der Atmosphäre oberhalb der Troposphäre zwischen ca. 10 und 50 km über der Erdoberfläche (die Untergrenze variiert zwischen durchschnittlich 9 km Höhe in hohen Breitengraden und 16 km in den Tropen). [3]

Szenario

Eine plausible und häufig vereinfachte Beschreibung davon, wie die Zukunft sich gestalten könnte, basierend auf einer kohärenten und in sich konsistenten Reihe von Annahmen über die treibenden Kräfte und wichtigsten Zusammenhänge. Szenarien können von Projektionen abgeleitet sein, beruhen aber oft auf zusätzlichen Informationen aus anderen Quellen, manchmal kombiniert mit einer Modellgeschichte. Siehe auch » Emissionsszenarien; » SRES-Szenarien. [3]

T

Thermischer Wind

Wenn ein horizontaler Druckgradient vorliegt, ist der Druckunterschied nicht in jeder Höhe gleich. Der Luftdruck nimmt mit der Höhe umso rascher ab, je dichter und somit kälter sie ist. Das hat zur Folge, dass die Windgeschwindigkeit zunimmt (größerer Druckgradient). Liegen Druckgradient und Temperaturgradient nicht parallel, so ändert sich auch die Richtung des Windes. Diese Geschwindigkeits- und evtl. Richtungsänderung nennt man den thermischen Wind. [15]

Transpiration

Abgabe von Wasserdampf durch Pflanzen in die Atmosphäre (Pflanzenverdunstung). Die Transpiration ist nur der Anteil der Pflanzenverdunstung am Gesamtverdunstungspotential, welches durch die Evapotranspiration (Pflanzen- und Bodenoberflächenanteil) beschrieben wird. [10]

Treibhauseffekt

Treibhausgase absorbieren thermische Infrarotstrahlung, die von der Erdoberfläche, von der Atmosphäre selbst durch die gleichen Gase und durch Wolken ausgestrahlt wird. Atmosphärische Strahlung wird auf alle Seiten emittiert, einschliesslich nach unten zur Erdoberfläche. Auf diese Weise fangen die Treibhausgase Wärme im Oberflächen-Troposphären-System ein. Dies wird der “natürliche Treibhauseffekt” genannt. Die thermische Infrarotstrahlung in der Troposphäre hängt stark von der Temperatur der Atmosphäre in der Höhe ab, in der sie ausgestrahlt wird. In der Troposphäre nimmt die Temperatur allgemein mit der Höhe ab. Tatsächlich stammt die in den Weltraum ausgestrahlte Infrarotstrahlung aus einer Höhe mit einer Temperatur von durchschnittlich -19°C, im Gleichgewicht mit der einfallenden Netto-Sonnenstrahlung, während die Erdoberfläche auf einer viel höheren Temperatur von durchschnittlich 14°C gehalten wird. Eine Zunahme der Treibhausgaskonzentration führt zu einer zunehmenden Undurchlässigkeit der Atmosphäre für Infrarot und somit zu einer Abstrahlung in den Weltraum aus grösserer Höhe bei tieferer Temperatur. Dies verursacht einen Strahlungsantrieb, der zu einer Verstärkung des Treibhauseffektes führt, dem so genannten “erhöhten Treibhauseffekt”. [3]

Treibhausgase

Treibhausgase sind diejenigen gasförmigen Bestandteile in der Atmosphäre, sowohl natürlichen wie anthropogenen Ursprungs, welche die Strahlung in denjenigen spezifischen Wellenlängen innerhalb des Spektrums der thermischen Infrarotstrahlung absorbieren und wieder ausstrahlen, die von der Erdoberfläche, der Atmosphäre selber und den Wolken abgestrahlt wird. Diese Eigenschaft verursacht den Treibhauseffekt. Wasserdampf (H2O), Kohlendioxid (CO2), Lachgas (N2O), Methan (CH4) und Ozon (O3) sind die Haupttreibhausgase in der Erdatmosphäre. Ausserdem gibt es eine Anzahl von ausschliesslich vom Menschen produzierten Treibhausgasen in der Atmosphäre, wie die Halogenkohlenwasserstoffe und andere chlor- und bromhaltige Substanzen, die im Montreal-Protokoll behandelt werden. Neben CO2, N2O, und CH4 befasst sich das Kyoto-Protokoll mit den Treibhausgasen Schwefelhexafluorid (SF6), Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs) und Perfluorkohlenstoffe (PFCs). [3]

Trockenstress

» Wasserstress

Tropennacht

Eine Tropennacht ist eine Nacht, in der das Minimum der Lufttemperatur >= 20°C beträgt. Tropennächte sind in Deutschland sehr selten, in Jahren mit sehr heißen Sommern wie beispielsweise im Jahr 2003 können jedoch häufiger Tropennächte auftreten. [10]

siehe auch: » klimatologische Kenntage

V

Vernalisation

Bei Pflanzen die Bezeichnung für die Blühinduktion durch eine art- und sortenspezifische, meist mehrwöchige Kälteperiode bei Temperaturen zwischen 0 °C und 10 °C, die bei unterschiedlichen Arten in unterschiedlichen Abschnitten ihres Lebenszyklus wahrgenommen werden können. [1]

Verwundbarkeit/ Vulnerabilität

Verwundbarkeit ist das Maß, zu dem ein System gegenüber nachteiligen Auswirkungen der Klimaänderung, einschließlich Klimavariabilität und Extremwerte, anfällig ist und nicht damit umgehen kann. Verwundbarkeit ist eine Funktion der Art, des Ausmaßes und der Geschwindigkeit der Klimaänderung und -schwankung, der ein System ausgesetzt ist, seiner Sensitivität und seiner Anpassungskapazität. [3]

W

Wasserstress

Auch Trockenstress. Wasserstress entsteht bei Pflanzen, wenn über eine längere Zeit eine optimale Evapotranspiration durch Wassermangel nicht mehr möglich ist. [10]

Wetter

Als Wetter wird der physikalische Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem auch kürzeren Zeitraum an einem bestimmten Ort oder in einem Gebiet, wie er durch die meteorologischen Elemente und ihr Zusammenwirken gekennzeichnet ist, bezeichnet.
Das Wettergeschehen spielt sich überwiegend in der unteren Atmosphäre, der Troposphäre ab. Ursache der Wetterabläufe sind die unterschiedliche Erwärmung der Erdoberfläche und daraus resultierend der darüberliegenden Luftschichten in Abhängigkeit von der geographischen Breite, der Höhenlage über NN, der Land-Meer-Verteilung, der Orographie, des Bewuchses usw..
Das Wetter wird mit Hilfe quantifizierbarer Parameter charakterisiert. Diese Parameter sind fundamentale Größen des Wetters (Wetterelemente) wie z.B. Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Drucktendenz, Windrichtung und Windgeschwindigkeit, Bewölkung, Niederschlag und Sichtweite. [10]

Witterung

Als Witterung wird der allgemeine, durchschnittliche oder auch vorherrschende Charakter des Wetterablaufs eines bestimmten Zeitraums (von einigen Tagen bis zu ganzen Jahreszeiten) bezeichnet.
Bei der Witterung ist der berücksichtigte Zeitraum im Gegensatz zum Klima wesentlich kürzer. Witterung fasst den Wetterablauf von mehreren Tagen oder Wochen, selten auch Monaten zusammen.
Dabei werden typische Witterungstypen oder auch -verläufe unterschieden, wobei die Charakterristik durch die jeweils vorherrschende Wetterlage bestimmt wird. [10]

WMO

World Meteorological Organization: Organisation der Vereinten Nationen, die die weltweit meteorologische Zusammenarbeit organisiert. 1950 gegründet. [6]

Z

Zwei-Grad-Ziel

In der Klimapolitik ist das „Zwei-Grad-Ziel“ seit vielen Jahren eine fest etablierte Größe. Hierbei wird gefordert, den Temperaturanstieg – gemessen an vorindustriellen Verhältnissen – auf maximal Zwei Grad Celsius zu beschränken, da bei einer Überschreitung dieser Marke gravierende Änderungen im Klimasystem befürchtet werden. Das "Zwei-Grad-Ziel" konkretisiert die » UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel, in der es heißt, dass eine „gefährliche Störung des Klimasystems zu vermeiden sei“. Die seit Beginn der Industrialisierung emittierten Treibhausgase haben bereits zu einer mittleren globalen Temperaturerhöhung von 1.3 °C geführt. Aufgrund der Trägheit des Klimasystems sind bisher jedoch lediglich 0.8 °C nachweisbar.
Die Europäische Union propagiert das Zwei-Grad-Ziel in ihrer Klimapolitik bereits seit dem Jahre 1996 und hat es im Jahre 2007 in den Mittelpunkt der ersten europäischen Energiestrategie gerückt. Das Zwei-Grad-Ziel ist im Grundsatz weltweit akzeptiert und es besteht ein breiter Konsens in der Klimapolitik. Jedoch wurde es von den 194 Teilnehmerstaaten der 15. UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Jahre 2009 lediglich „zur Kenntnis“ genommen und ist somit nicht als rechtlich bindendes Ziel anerkannt. Betrachtet man die bisherigen Anstrengungen der einzelnen Staaten zu zukünftigen Emissionsreduktionen, würden die gesetzten Ziele für die Jahre 2020 beziehungsweise 2050 – die für ein Erreichen des Zwei-Grad-ziels als mindestens notwendig angesehen werden – deutlich verfehlt. Die aktuelle Entwicklung der Treibhausgasemissionen, beziehungsweise die Tatsache, dass eine Trendumkehr noch nicht in Sichtweite ist, lassen es fraglich erscheinen, ob das Zwei-Grad-Ziel noch erreicht werden kann.

Quellenverzeichnis

[1] Wissenschaft-online, Lexikon der Biologie
     (http://www.wissenschaft-online.de, Zugriff: 17.01.2011)

[2] IPCC Glossar (2001): Autoren und Experten-Gutachter, Glossar, Abkürzungen, Akronyme,
     Einheiten, Liste der wichtigsten IPCC Berichte, o.O. 

[3] IPCC (2007): Klimaänderung 2007, Synthesebericht, Alfons P. M. Baede, Paul van
     der Linden, Aviel Verbruggen (2008): Glossar.- In: Kernautorenteam Synthesebericht
     IPCC, Rajendra K. Pachauri, Andy Reisinger (Hrsg.): Klimaänderung 2007.
     Synthesebericht.- Berlin (Übersetzung von der deutschen IPCCKoordinierungsstelle;
     Original: Intergovernmental Panel on Climate Change
     IPCC, WMO / UNEP (2007): Climate Change 2007: Synthesis Report), S. 86-99.
     (http://www.de-ipcc.de/_media/IPCC-SynRepComplete_final.pdf, Zugriff: 17.01.2011)

[4] wald und klima.net, Glossar
    (http://www.waldundklima.net, Zugriff: 17.01.2011)

[5] Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ- Glossar
     (http://www.ufz.de, Zugriff: 17.01.2011)

[6] Küchler, W. (2005): Klimawandel in Sachsen- Sachstand und Ausblick, Dresden, S. 98

[7]  Folland, C.K., T.R. Karl, J.R. Christy, R.A. Clarke, G.V. Gruza, J. Jouzel, M.E. Mann, J. Oerlemans, M.J.
      Salinger and S.-W. Wang, and 142 other authors, 2001: Observed Climate Variability and Change. In:
      Climate Change 2001: The Scientific Basis. Contribution of Working Group I to the Third Assessmen
      Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Houghton, J. T., Y Ding, D. J. Griggs, M.
      Noguer, P. van der Linden, X. Dai, K. Maskell, and C. I. Johnson (eds.)]. Cambridge University Press,
      99-181.

[8] Kind, C., Mohns, T., Sartorius, C. (2010). Klimafolgenmanagement in Unternehmen -
     Hindernisse und Erfolgsfaktoren. UmweltWirtschaftsForum (18): 35-43

[9] Umwelt Bundes Amt; KomPass, Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung, Glossar
     (http://www.anpassung.net, Zugriff: 19.01.2011)

[10] Deutscher Wetterdienst (DWD), Offenbach;  Wetterlexikon
       (http://www.dwd.de,Zugriff: 19.01.2011)

[11] Bissolli, P. & Dittmann, E. (2003): Die Anwendung der objektiven Wetterlagenklassifikation
       des DWD für ein empirisches Downscaling zur Erstellung von Klimakarten. In: Deutscher
       Wetterdienst: (Hrsg.): Klimastatusbericht 2002, S. 51-58. (http://www.ksb.dwd.de/, Zugriff: 19.01.2011)  

[12] Kraus, C. (2008): KlimLandRP, Klima- und Landschaftswandel in Rheinland-Pfalz,
        Projektbeschreibung, S. 106

[13] Schroeder, D. (1992): Bodenkunde in Stichworten, Gebrueder Borntraeger, 5. Auflage, S. 176

[14] Bundes-Bodenschutzgesetz vom 17. März 1998 (BGBl. I S. 502), das zuletzt durch Artikel 3 des
       Gesetzes vom 9. Dezember 2004 (BGBl. I S. 3214) geändert worden ist
       (http://www.gesetze-im-internet.de/bbodschg/, Zugriff: 24.01.2011)

[15] Klimedia (Universität Bern) http://www.klimedia.ch/

[16] Wetter.de, Wetterlexikon (http://www.wetter.de/wetterlexikon.html)