Exposition

Naturraum

Das Moseltal zwischen der Saarmündung im Südwesten und dem Eintritt in das Mittelrheinische Becken im Nordosten ist ein 150 bis 300 m tief eingeschnittenes Engtal mit zahlreichen Mäanderbögen. Es trennt die Mittelgebirgseinheiten Hunsrück im Süden und Eifel im Norden voneinander. Standortökologisch unterscheiden sich die sehr verschieden geneigten Talhänge erheblich voneinander. So tragen die sonnenseitigen Hänge, sofern sie nicht von Reben bestanden sind, trockene Varianten des Eichen-Hainbuchenwaldes oder des Eichen-Elsbeerenwaldes. An steilen, trockenheißen Standorten siedeln sich offene, kontinentale Felsheiden an. An den nordexponierten Schattenhängen finden sich Gebüschformationen mit Eberesche und Hasel oder artenarmer Eichen-Hainbuchenwald, der jedoch häufig durch Fichtenwald ersetzt ist. Die Wittlicher Senke nimmt innerhalb des Naturraums Moseltal eine Sonderstellung ein, sie liegt isoliert vom Flusstal der Mosel und ist nur über das Durchbruchstal mit diesem verbunden. Die Lehmböden der tief verwitterten Gesteine des Rotliegenden bilden hier in Verbindung mit der dem Moseltal vergleichbaren Klimagunst die Voraussetzung für eine traditionell intensive Bewirtschaftung und dichte Besiedlung dieses Raums.

(Quellen: BfN Landschaftssteckbrief 25000; Naturschutz Rheinland-Pfalz 25)

Klimawandel

Das Moseltal hat nach dem Oberrheingraben das wärmste Klima Mitteleuropas. Das Klima im Tal und an den Hängen ist mild, sonnenreich und durch warme, in letzter Zeit auch heiße Sommer und gemäßigte, feuchte Winter geprägt. Die mittleren Jahresniederschläge liegen zwischen 550 und 1000 mm, die Jahremitteltemperaturen zwischen 8,0 und 10,5 °C.

Auswahl Klimadiagramme 1971-2000

Durch Klick auf den Stationsnamen wird das Klimadiagramm der jeweiligen Klimastation für den Zeitraum 1971 bis 2000 angezeigt.

Zeitreihen



Zukunftsprojektion

Weitere Informationen zum Klima und zum Klimawandel in der Region Moseltal finden Sie unter der Rubrik Daten & Fakten. Bitte wählen Sie unter dem Menüpunkt Region: Moseltal.

Sensitivität

Landnutzung

Ackerland

Grünland

Weinbau

Obstbau

Laubwald

Nadelwald

Mischwald

Siedlung

11.460 ha

16.726 ha

8.730 ha

256 ha

18.233 ha

6.274 ha

6.818 ha

9.155 ha

(13,3 %)

(19,4 %)

(10,1 %)

(0,3 %)

(21,1 %)

(7,3 %)

(7,9 %)

(10,6 %)



Wirtschaft

Die landwirtschaftliche Hauptnutzung stellt der Weinanbau dar, der stetig von Südwesten nach Nordosten zur Rheinmündung hin zunimmt und dort prägender Bestandteil des Landschaftsbildes ist. Das südwestliche Moseltal wird durch Gemüse- und Tafelobstanbau landwirtschaftlich genutzt. Durch die reizvolle Morphologie des Tales und die vom Weinbau geprägte historische Kulturlandschaft besitzt die Landschaft eine überregionale Bedeutung für den Fremdenverkehr.

(Quelle: BfN Landschaftssteckbrief 25000)

Im Naturraum Moseltal leben circa 272.000 Menschen auf einer Fläche von 863 qkm. Die größte Stadt ist Trier mit knapp 115.000 Einwohnern.

Wichtige Handlungsfelder

In der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel sind 14 sektorbezogene Handlungsfelder beschrieben, die bei der Anpassung an den Klimawandel von Bedeutung sind. Viele Handlungsfelder sind für alle Regionen in Rheinland-Pfalz gleichermaßen relevant. Im Folgenden werden aufgrund der oben genannten Punkte nur für Ihre Region besonders wichtige Handlungsfelder genannt:

Moseltal