Das Coaching in der Stadt Germersheim

Das Coaching zur Klimawandelanpassung wurde in Germersheim offiziell im Mai 2019 gestartet. Am 20.08.2018 fand bereits eine erste Initialrunde mit Vertretern der Kommune in kleinem Rahmen statt. Nach der Erfassung und Bewertung der klimatischen Ausgangsposition (Vergangenheit, Ist-Zustand, Zukunft) und einer Betroffenheits- und Gefährdungsabschätzung (Vulnerabilitätsanalyse) durch den KlimawandelanpassungsCOACH erfolgten am 27.11.2019 2 Workshops zur Klimaanpassung mit insgesamt 15 Teilnehmern aus der Verwaltung und Externen. Im ersten Workshop „Hoch- und Tiefbau“ wurden u.a. folgende Inhalte diskutiert: Klimaangepasste Sanierung mit den Unterthemen „Hitzeschutz in Gebäuden“ und „ökologisch und recycelbare Dämmmaterialien“, Klimaangepasster Straßenbau mit den Themen „Beschattung von Straßen und Gehwegen“, „Stadtbegrünung“, „Wahl des Straßenbelages“ und „Versickerungsmöglichkeiten“ sowie die Betrachtung der Bauleitplanung vor dem Hintergrund des Klimawandels. Im 2. Workshop – „Bevölkerungs- und Katastrophenschutz – Menschliche Gesundheit“ wurden folgende Themen diskutiert: „Schutz vor Extremwetter“ und „Schutz vor Hitze“ sowie „Die Stadtverwaltung als Arbeitsgeber“ und „Klimaangepasste Arbeitsplätze (Hitze)“ sowie „Arbeitsnehmerschutz bei Hitze“. Im gemeinsamen Dialog wurden 15 Maßnahmenvorschläge erarbeitet. Aus den Vorschlägen wurden die wichtigsten Maßnahmenvorschläge durch den AnpassungsCOACH in Steckbriefe (6) überführt.

Maßnahmen

Folgende Maßnahmenvorschläge wurden im Workshop entwickelt:

  • Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit in klimawandelrelevanten Themen
  • Klimaangepasster Straßenasphalt
  • Sensibilisierungskampagne der Bürger zur Optimierung des Privaten Grüns
  • Private Fördermöglichkeiten zur Klimaanpassung und Begrünung
  • Initiierung eines Leuchtturmprojekts - Simulation zur Straßenbegrünung mit einem Stadtklimamodell (z.B. EnviMet)
  • Begrünung von Gewerbeflächen
  • Ausschreibung eines Klimaanpassungspreises
  • Optimale Straßenraumbegrünung
  • Ausweisung neuer Hitzeschutzräume
  • Hitzesensible Gestaltung von Plätzen (Grün-Blaue Stadtentwicklung)
  • Ausarbeitung eines Schatten-, Kühlspazierwegs
  • Erstellung eines Hitzeaktionsplans
  • Organisation von Trinkpatenschaften für Senioren und inmobile Bürger
  • Gestaltung eines Wettbewerbs für Kitas und Schulen (Projekte zum Hitzeschutz)
  • Erstellung von Infomaterialien zu klimawandelinduzierten Krankheiten

Ziel der Kommune wird es nun sein, die ausgearbeiteten Maßnahmenvorschläge in die Praxis zu bringen.