Häufiger Niedrigwasser im Sommer

Klimamodelle zeigen, dass vor allem im Sommer mit längeranhaltender Trockenheit zu rechnen ist, Zeiträume mit Niedrigwasser können sich dadurch verlängern, häufiger auftreten und Schäden verursachen. Natur, Wirtschaft und Bevölkerung können davon betroffen sein.

Rhein

Am Ober- und Mittelrhein sind die Herbstmonate die klassische Zeit für Niedrigwasserperioden. Niedrigwasserextreme setzen heute etwa vier bis acht Wochen früher ein als noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Kommt zu einer Niedrigwasserphase zusätzlich eine besonders trockene und heiße Witterung, führt dies zu einer großen ökologischen Belastung der Gewässer. Durch die warmen temperaturen und den niedrigen Sauerstoffanteil im Wasser steigt der Stress bei Fischen und Muscheln.

Modellrechnungen für den Rhein auf Basis von Klimaprojektionen zeigen, dass in Zukunft die Abflüsse im Winter zunehmen und so die Niedrigwassersituation entschärfen. Im Sommer sollen die Abflüsse dagegen abnehmen und die Niedrigwassersituation verschärft sich dadurch. Ob sich auch die Dauer von Niedrigwasserperioden verändert, kann durch die Modellrechnungen noch nicht belegt werden.

Mosel

An der Mosel sind die Entwicklungen ähnlich wie am Rhein, jedoch setzten hier die Niedrigwasserphasen heute etwa zwei Wochen später ein, als im 20. Jahrhundert.

Kleine Gewässer

Für kleiner Gewässer in Rheinland-Pfalz kann auf Basis der beobachteten Ereignisse bisher keine Veränderung festgestellt werden. Die wasserwirtschaftliche Nutzung beeinflusst möglicherweise die Niedrigwasserabflüsse stärker und überlagert mögliche Veränderungen durch den Klimawandel.

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