Starkregen

Als Starkregen werden Niederschlagsereignisse hoher Intensität, also großer Niederschlagsmengen in kurzer Zeit, bezeichnet. Starkregenereignisse treten meist im Sommerhalbjahr in Form von Schauern und Gewittern auf und dauern zumeist nur wenige Minuten bis Stunden.

Unter den Bedingungen des Klimawandels muss gemäß der Clausius-Clapeyron-Gleichung mit einer Zunahme der Wasserdampfmenge um etwa 7 % pro Grad Celsius Erwärmung gerechnet werden. Diese bedingt auch die Intensität von Niederschlagsereignissen, die somit mit vergleichbarer Rate ansteigt. Für den konvektiven Anteil des Niederschlagsgeschehens zeigen Untersuchungen sogar eine Zunahme der Intensität um bis zu 14 % pro Grad Celsius Erwärmung. Dies wird auch als Super-Clausius-Clapeyron-Beziehung bezeichnet.

Deutschland war in den vergangenen Jahren immer wieder von teils extremen Niederschlagsereignissen betroffen. Im rheinland-pfälzischen Donnersbergkreis fielen 2014 beispielsweise bis zu 140 mm Niederschlag in drei Stunden. Starkregenfälle verursachten in Deutschland von 2002 bis 2017 insgesamt 6,7 Milliarden Euro Schaden.

Die Ergebnisse eines gemeinsamen Forschungsprojekts des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) finden sie hier.

Auf Grundlage der seit 2001 flächendeckend vorliegenden Radardaten hat der Deutsche Wetterdienst die Überschreitungs- häufigkeiten verschiedener Warnstufen dargestellt. Für die Gesamtzahl der Starkniederschlagsereignisse der Stufe 2 (markantes Wetter) ist noch ein Zusammenhang mit der Topographie erkennbar. Im Übergang zu extremen Ereignissen (Stufe 3, Unwetter und 4, extremes Unwetter) verliert die Topographie an Einfluss (mittlere und rechte Karte). Das bedeutet, dass potenziell jeder Ort von einem extremen Ereigniss getroffen werden kann.

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