Exposition

Naturraum

Der Hunsrück bildet den südlichen Teil des Rheinischen Schiefergebirges und wird durch Saar, Mosel und Rhein mit ihren steil in die devonischen Gesteine eingeschnittenen Tälern begrenzt. Das raue und niederschlagsreiche Hochflächenklima bedingt eine überwiegend dünne Besiedlung. Den zentralen Teil des Hunsrücks bildet die Hunsrückhochfläche mit einer durchschnittlichen Höhe von etwa 500 m. Sie stellt sich im Nordostteil als weite, landwirtschaftlich geprägte Hochebene dar. Die Simmerner Mulde stellt durch ihre klimatisch begünstigte Lage im Lee der Bergrücken des Hoch- und Idarwaldes den waldärmsten Teil des Hunsrücks dar und ist relativ dicht besiedelt. Ihre flachwelligen Rücken, breiten Quellmulden und Muldentäler sind fast ausschließlich landwirtschaftlich genutzt. Damit hebt sich die Simmerner Mulde deutlich vom Soonwald ab, der als fast vollständig bewaldeter Bergrücken aus Taunusquarzit den Hunsrück im Südosten gegen das Saar-Nahe-Bergland abgrenzt. Geologisches Ausgangsmaterial für die Bodenbildung ist überwiegend der devonische Schiefer (Hunsrückschiefer). Besonders in den Kammlagen des Hunsrück ragen Quarzitadern (Taunusquarzit) heraus.

(Quellen: Naturschutz Rheinland-Pfalz: Großlandschaft 24; Frahm 2011: Die Moosflora ausgewählter Naturräume, In: Archive for Briology)

Klimawandel

Der Hunsrück hat durch seine Lage in der außertropischen Westwindzone und durch den wärmenden Einfluß des Golfstroms ein relativ mildes subozeanisches Klima. Somit herrschen milde Winter und kühle Sommermonate vor. Im Jahresdurchschnitt beträgt die Temperatur zwischen 7,0 und 10,0 °C. Beim Niederschlag liegen die Durchschnittswerte zwischen 600 und 1200 mm im Jahr.

Klimadiagramme

Durch Klick auf den Stationsnamen wird das Klimadiagramm der jeweiligen Klimastation für den Zeitraum 1971 bis 2000 angezeigt.

Zeitreihe



Zukunftsprojektion

Weitere Informationen zum Klima und zum Klimawandel in der Region Hunsrück finden Sie unter der Rubrik Daten & Fakten. Bitte wählen Sie unter dem Menüpunkt Region: Hunsrück.

Senstivität

Landnutzung

Ackerland

Grünland

Weinbau

Obstbau

Laubwald

Nadelwald

Mischwald

Siedlung

57.996 ha

40.117 ha

188 ha

134 ha

54.290 ha

50.508 ha

46.003 ha

6.005 ha

(22,2 %)

(15,4 %)

(0,1 %)

(0,1 %)

(20,8 %)

(19,4 %)

(17,6 %)

(2,3 %)



Wirtschaft

Der Hunsrück gehört zu den ländlich strukturierten Regionen in Rheinland-Pfalz. Tourismus spielt hier bisher eher eine untergeordnete Rolle. Dieser Sektor könnte allerdings langfristig durch den Naturpark Soonwald/Nahe und den Nationalpark Hunsrück-Hochwald einige Veränderungen erfahren. Von besonderer wirtschaflticher Bedeutung ist das verarbeitende Gewerbe. Dominierend sind die Metallverarbeitenden Betriebe, der Maschinenbau und die für die Region typische und traditionelle Holzindustrie. Der Handel konzentriert sich auf wenige Standorte, vor allem auf die Kreisstadt Simmern und auf Moorbach.

Quelle: http://www.ihk-koblenz.de/servicemarken/geschaeftsstellen/gs-sim/1158942/wirtschaft_rhk.html

Es leben etwa 167.000 Menschen im Naturraum Hunsrück auf einer Fläche von 2600 qkm. Die größte Gemeinde ist Moorbach mit etwas über 10.000 Einwohnern, gefolgt von den Städten Simmern und Hermeskeil mit jeweils über 7.000 Einwohnern.

Wichtige Handlungsfelder

In der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel sind 14 sektorbezogene Handlungsfelder beschrieben, die bei der Anpassung an den Klimawandel von Bedeutung sind. Viele Handlungsfelder sind für alle Regionen in Rheinland-Pfalz gleichermaßen relevant. Im Folgenden werden aufgrund der oben genannten Punkte nur für Ihre Region besonders wichtige Handlungsfelder genannt:

Hunsrück