Kurzbeschreibung

Mit dem Indikator „Schadensatz, Schadenhäufigkeit und Schadendurchschnitt für Sturm-, Hagel- und Elementarschäden der Wohngebäudeversicherungen" wird die Entwicklung von Versicherungsschäden durch Extremereignisse in Rheinland-Pfalz erfasst. Die drei Parameter werden aus den Versicherungsfällen nach Sturm und Hagel der Verbundenen Wohngebäudeversicherung sowie aus den Elementarschäden der erweiterten Elementarschadenversicherung für Wohngebäude erhoben. Sie sind folgendermaßen definiert:

  • Schadensatz als Schadenaufwand pro Jahr für Sturm/Hagel bzw. Elementarschäden in der Wohngebäudeversicherung im Verhältnis zur Versicherungssumme [‰]
  • Schadenhäufigkeit als Zahl der Schäden pro Jahr für Sturm/Hagel bzw. Elementarschäden in der Wohngebäudeversicherung im Verhältnis zur Anzahl ganzjähriger Verträge [%]
  • Schadendurchschnitt als Schadenaufwand pro Jahr für Sturm/Hagel bzw. Elementarschäden in der Wohngebäudeversicherung im Verhältnis zur Anzahl der Schäden [€ Schaden-1]

Die Daten zum Indikator werden durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zur Verfügung gestellt und im Serviceteil des Naturgefahrenreports veröffentlicht. Sie liegen seit 2000 bzw. 2002 getrennt nach Bundesländern vor, wobei Rheinland-Pfalz und Saarland zusammengefasst sind.

Die Versicherungsdichte gegen Sturm und Hagel liegt im Privatbereich bei über 90 % (= annähernde Marktsättigung). Im Elementarschadenbereich liegt die Versicherungsdichte in Rheinland-Pfalz bei ca. 30 % (Stand 2017). Die Entwicklung der Marktsättigung kann voraussichtlich ab 2019 erstmalig dargestellt und gegebenenfalls als Response-Indikator aufgenommen werden.

Einzelne Großereignisse bilden sich in den dargestellten Zeitreihen zum Teil deutlich ab. Sturm- und Hagelereignisse in den Jahren 2000 (Ginger), 2002 (Jeanett), 2007 (Kyrill), 2010 (Xynthia) und 2011 (Bert) führten zu deutlich erhöhter Schadenhäufigkeit und erhöhtem Schadensatz (für Sturm und Hagel, nicht jedoch für Elementarschäden). Das Großereignis Hagel Bert in 2011 hatte einen außergewöhnlich hohen Schadendurchschnitt zur Folge, die anderen Sturmereignisse spiegeln sich in dieser Zeitreihe nicht wider.

Zeitreihen

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