Exposition

Der Hunsrück bildet den südlichen Teil des Rheinischen Schiefergebirges und wird durch Saar, Mosel und Rhein mit ihren steil in die devonischen Gesteine eingeschnittenen Tälern begrenzt. Das raue und niederschlagsreiche Hochflächenklima bedingt eine überwiegend dünne Besiedlung. Den zentralen Teil des Hunsrücks bildet die Hunsrückhochfläche mit einer durchschnittlichen Höhe von etwa 500 m. Sie stellt sich im Nordostteil als weite, landwirtschaftlich geprägte Hochebene dar. Die Simmerner Mulde stellt durch ihre klimatisch begünstigte Lage im Lee der Bergrücken des Hoch- und Idarwaldes den waldärmsten Teil des Hunsrücks dar und ist relativ dicht besiedelt. Ihre flachwelligen Rücken, breiten Quellmulden und Muldentäler sind fast ausschließlich landwirtschaftlich genutzt. Damit hebt sich die Simmerner Mulde deutlich vom Soonwald ab, der als fast vollständig bewaldeter Bergrücken aus Taunusquarzit den Hunsrück im Südosten gegen das Saar-Nahe-Bergland abgrenzt. Geologisches Ausgangsmaterial für die Bodenbildung ist überwiegend der devonische Schiefer (Hunsrückschiefer). Besonders in den Kammlagen des Hunsrück ragen Quarzitadern (Taunusquarzit) heraus.

(Quellen: Naturschutz Rheinland-Pfalz: Großlandschaft 24; Frahm 2011: Die Moosflora ausgewählter Naturräume, In: Archive for Briology)

Sensitivität

Der Hunsrück gehört zu den ländlich strukturierten Regionen in Rheinland-Pfalz. Tourismus spielt hier bisher eher eine untergeordnete Rolle. Dieser Sektor könnte allerdings langfristig durch den Naturpark Soonwald/Nahe und den Nationalpark Hunsrück-Hochwald einige Veränderungen erfahren. Von besonderer wirtschaflticher Bedeutung ist das verarbeitende Gewerbe. Dominierend sind die metallverarbeitenden Betriebe, der Maschinenbau und die für die Region typische und traditionelle Holzindustrie. Der Handel konzentriert sich auf wenige Standorte, vor allem auf die Kreisstadt Simmern und auf Moorbach.

(Quelle: www.ihk-koblenz.de)

Es leben etwa 167.000 Menschen im Naturraum Hunsrück auf einer Fläche von 2600 qkm. Die größte Gemeinde ist Moorbach mit etwas über 10.000 Einwohnern, gefolgt von den Städten Simmern und Hermeskeil mit jeweils über 7.000 Einwohnern.

Anpassung

In diesem Naturraum gibt es Kommunen, die am Projekt KlimawandelAnpassungsCOACH RLP teilgenommen haben. Während der Projektlaufzeit (zwischen April 2018 und März 2021) wurden sie zum Thema Anpassung an die Folgen des Klimawandels beraten, auf ihrem Weg zur Anpassung begleitet und bei der Integration des Themas in Verwaltungsabläufe unterstützt. In insgesamt 15 Kommunen (Ortsgemeinden, Städten, Verbandsgemeinden und Landkreisen) wurden mit den Verwaltungen und externen Akteuren über Workshops und vertiefende Themengespräche Themenfelder eingegrenzt und Maßnahmenschwerpunkte gesetzt. In allen Kommunen wurde eine erhebliche Sensibilisierung für das Thema erreicht, viele Aktivitäten wurden angestoßen (beispielsweise die Einrichtung von Arbeitsgruppen) und einzelne Maßnahmen konnten sogar innerhalb der Beratungszeit schon umgesetzt werden. Projektträger war die Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. Das Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen unterstützte das Projekt als Kooperationspartner. Als Auftragnehmer fungierte das Büro Stadtberatung Dr. Sven Fries. Weitere Partner waren der Deutsche Wetterdienst (DWD) sowie das Landesamt für Umwelt (LfU RLP), die RLP AgroScience GmbH, die Gartenakademie des DLR Rheinpfalz und das Holzbau-Cluster RLP.