Im Rahmen der Stakeholderanalyse des Moduls "Wald" in KlimLandRP wurde die Thematik „Entwicklung von bereits heute als Grenzertragsstandort geltenden Flächen“ als dringender Forschungsbedarf definiert. 
Die Untersuchung der trocken-warmen Grenzertragsstandorte in Rheinland-Pfalz auf deren generelle zukünftige Eignung als Waldstandort soll in Form einer Kaskadenauswertung erfolgen:
→ Welche Baumarten sind hier noch standörtlich geeignet?
→ Welche Waldform ist damit hier möglich (z.B. Hochwald- oder Niederwald-Bewirtschaftung oder Mischformen)?
 
In KlimLandRP wurden im Rahmen einer Fallstudie im Soonwald (Hansen 2010) bereits Untersuchungen zum Einfluss des Klimawandels auf die Entwicklung von Naturschutzobjekten (hier: Feuchtstandorte) im Wald untersucht. 
Ziel des vorliegenden Projektes ist es, die qualitative und quantitative Entwicklung waldspezifischer „Naturschutzobjekte“ in den verschiedenen Waldlandschaftsräumen von Rheinland-Pfalz auf der Basis des erweiterten Spektrums der Emissionsszenarien abzuschätzen. Wo sind wertvolle Objekte heute? Wie werden die Pflanzen- und Waldgesellschaften durch den Klimawandel beeinflusst? Inwieweit ist es möglich und sinnvoll, schützenswerte Objekte zu erhalten? Sind vulnerable Lebensraumtypen in der Lage räumlich auszuweichen? Werden die heutigen Schutzkategorien und -instrumente (NSG, BR, FFH etc.) geeignet sein, diese Naturschutzobjekte zu erhalten? 
Bei der Bearbeitung dieses Projektteils werden die Erkenntnisse des FuE-Projekts der Universität Freiburg „Wälder und Klimawandel – künftige Strategien für Schutz und nachhaltige Nutzung“ von Milad et al. (2011) eine wertvolle Hilfestellung geben.

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