Einen Ansatz zur Verbesserung der Aussagekraft zukünftiger Baumarteneignung rheinland-pfälzischer Hauptbaumarten stellt die Prüfung weiterer nationaler und europäischer Methoden zur Modellierung der Baumarteneignung auf deren Anwendbarkeit/Validität dar. Folgende Bausteine sind vorgesehen: 

  1. Einbindung der Ergebnisse der digitalen dynamisierten Standortkartierung aus dem Projekt ForeStClim zur räumlichen Präzisierung zukünftiger Baumarteneignung u.a. über die Betrachtung des Bodens, der nutzbaren Feldkapazität und eventueller Veränderungen der Wasserhaushaltssituation.
  2. Einbeziehung multikriterieller statistischer Auswertungen der klimatischen Nischen von Baumarten zur Erstellung von Klima-Eignungskarten für Rheinland-Pfalz
    i. durch Übertragung der Methode von Buse & Griebeler (Uni-Mainz), 
    ii. durch Übertragung der Methode von Michiels et al. (2010) (FVA Baden-Württemberg) und
    iii. durch Anwendung der Methode von Casalegno et al. (2010) (European Commission Joint Research Centre, Institute for Environment and Sustainability).
  3. Erweiterung der Methoden zur Untersuchung des Wuchspotentials von Nebenbaumarten (Larix decidua, Castanea sativa, Sorbus torminalis, Juglans regia) und nicht heimischen Baumarten (Quercus pubescens, Quercus rubra, Robinia pseudoacacia).
  4. Integration von Erkenntnissen aus parallel laufenden dendrochronologischen Untersuchungen (u.a. Universität Mainz) zur Klimasensitiviät der rheinland-pfälzischen Hauptbaumarten. Mit diesem Ansatz sollen baumarten-, standorts- und witterungsverlaufsspezifische Reaktionsmuster aufgedeckt werden. Da diese mittelbar einen Einblick in physiologische Kausalzusammenhänge ermöglichen und damit einen Zugang zur Auswirkung von Extremereignissen eröffnen, sollen diese Ansätze auch in Kooperation mit dem Forschungsbereich „Waldmonitoring und Umweltvorsorge“ der FAWF sowie mit im Forschungsfeld ausgewiesenen universitären Forschungspartnern (u.a. Universität Trier) ausgebaut werden.

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