Exposition

Das Siegerland ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Das Mittelsiegbergland erreicht Höhen von 370 bis 450 m und ist durch Seitentäler stark zerschnitten. Das Bergland ist überwiegend bewaldet. Im Nisterbergland lösen sich die Waldflächen zu einem Mosaik von Wald und Offenland auf. Dagegen präsentiert sich ganz im Norden der rheinland-pfälzische Anteil des Siegerlandes als weitgehend geschlossenes Waldgebiet mit Höhen bis 527 m (Giebelwald).

(Quellen: BfN Landschaftssteckbrief 33102; Naturschutz Rheinland-Pfalz: Großlandschaft 33)

Sensitivität

Im Laufe der vergangenen Jahre ist die Bedeutung von Bergbau und Landwirtschaft zurückgegangen. Das Siegerland entwickelt sich zunehmend zu einer Region mit attraktiven Naherholungsgebieten für die Ballungszentren Rhein/Main und Köln/Bonn. Ein Schwerpunkt hierbei sind die zahlreichen Wandermöglichkeiten.

Im Naturraum Siegerland leben knapp 90.000 Menschen auf einer Fläche von 435 qkm. Die größte Stadt ist Betzdorf mit knapp 10.000 Einwohnern.

Anpassung

In diesem Naturraum gibt es Kommunen, die am Projekt KlimawandelAnpassungsCOACH RLP teilgenommen haben. Während der Projektlaufzeit (zwischen April 2018 und März 2021) wurden sie zum Thema Anpassung an die Folgen des Klimawandels beraten, auf ihrem Weg zur Anpassung begleitet und bei der Integration des Themas in Verwaltungsabläufe unterstützt. In insgesamt 15 Kommunen (Ortsgemeinden, Städten, Verbandsgemeinden und Landkreisen) wurden mit den Verwaltungen und externen Akteuren über Workshops und vertiefende Themengespräche Themenfelder eingegrenzt und Maßnahmenschwerpunkte gesetzt. In allen Kommunen wurde eine erhebliche Sensibilisierung für das Thema erreicht, viele Aktivitäten wurden angestoßen (beispielsweise die Einrichtung von Arbeitsgruppen) und einzelne Maßnahmen konnten sogar innerhalb der Beratungszeit schon umgesetzt werden. Projektträger war die Stiftung für Ökologie und Demokratie e. V. Das Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen unterstützte das Projekt als Kooperationspartner. Als Auftragnehmer fungierte das Büro Stadtberatung Dr. Sven Fries. Weitere Partner waren der Deutsche Wetterdienst (DWD) sowie die RLP AgroScience GmbH, die Gartenakademie des DLR Rheinpfalz und das Holzbau-Cluster RLP.