Exposition

Das Moseltal zwischen der Saarmündung im Südwesten und dem Eintritt in das Mittelrheinische Becken im Nordosten ist ein 150 bis 300 m tief eingeschnittenes Engtal mit zahlreichen Mäanderbögen. Es trennt die Mittelgebirgseinheiten Hunsrück im Süden und Eifel im Norden voneinander. Standortökologisch unterscheiden sich die sehr verschieden geneigten Talhänge erheblich voneinander. So tragen die sonnenseitigen Hänge, sofern sie nicht von Reben bestanden sind, trockene Varianten des Eichen-Hainbuchenwaldes oder des Eichen-Elsbeerenwaldes. An steilen, trockenheißen Standorten siedeln sich offene, kontinentale Felsheiden an. An den nordexponierten Schattenhängen finden sich Gebüschformationen mit Eberesche und Hasel oder artenarmer Eichen-Hainbuchenwald, der jedoch häufig durch Fichtenwald ersetzt ist. Die Wittlicher Senke nimmt innerhalb des Naturraums Moseltal eine Sonderstellung ein, sie liegt isoliert vom Flusstal der Mosel und ist nur über das Durchbruchstal mit diesem verbunden. Die Lehmböden der tief verwitterten Gesteine des Rotliegenden bilden hier in Verbindung mit der dem Moseltal vergleichbaren Klimagunst die Voraussetzung für eine traditionell intensive Bewirtschaftung und dichte Besiedlung dieses Raums.

(Quellen: BfN Landschaftssteckbrief 25000; Naturschutz Rheinland-Pfalz 25)

Sensitivität

Die landwirtschaftliche Hauptnutzung stellt der Weinanbau dar, der stetig von Südwesten nach Nordosten zur Rheinmündung hin zunimmt und dort prägender Bestandteil des Landschaftsbildes ist. Das südwestliche Moseltal wird durch Gemüse- und Tafelobstanbau landwirtschaftlich genutzt. Durch die reizvolle Morphologie des Tales und die vom Weinbau geprägte historische Kulturlandschaft besitzt die Landschaft eine überregionale Bedeutung für den Fremdenverkehr.

(Quelle: BfN Landschaftssteckbrief 25000)

Im Naturraum Moseltal leben circa 272.000 Menschen auf einer Fläche von 863 qkm. Die größte Stadt ist Trier mit knapp 115.000 Einwohnern.