Vorkommen der Schwarznuss im Staats- und Kommunalwald von Rheinland-Pfalz und Aufteilung des Vorkommens nach Wuchsgebieten, Wasserhaushaltsstufen und Trophie [38].

Als ökologische Haubtbaumart

Gesamter Flächenanteil

ca. 13 Waldorte

ca. 112 ha

 

Wuchsgebiete

 

 

 

40 % Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Ebene

15 % Hunsrück

11 % Mittelrheintal

34 % sonstige

Wasserhaushalt

33 % mäßig

28 % gut

26 % sehr gut

13 % sonstige

Trophie

44 % arm

47 % mittel

9 % sonstige

Verbreitungsgebiet

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Schwarznuss erstreckt sich über fast die gesamte Osthälfte der Vereinigten Staaten. Es reicht vom Südosten Kanadas bis zum GOLF von Mexiko und von der Altantikküste bis zu den Rocky Mountains [70]. Die Schwarznuss ist dort v. a. in Mischwäldern der Flussniederungen und in talwärts führenden Schluchten anzutreffen, wächst aber auch an Unterhängen und teilweise in der montanen Höhenstufe bis auf ca. 1.200 m [30][64]. In Europa wurde die Schwarznuss ab Ende des 17. Jahrhunderts eingeführt [54]. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden erste forstliche Anbauversuche in verschiedenen Wäldern der Rheinebene (Elsass) und der Vogesen durchgeführt [52]. Vor allem aus dieser Zeit stammen auch die heute noch existierenden Bestände in den Auewäldern des Rheins zwischen Mainz und Colmar [66] und der Elster-Luppe Aue zwischen Leipzig und Halle [52]. Die Bestände in den Rhein- und Donau-Auenwäldern haben sich teilweise sehr gut entwickelt und weisen heute hervorragende Qualitäten auf [16][36]. Seit den 1970er Jahren werden Hybriden aus Juglans nigra und Juglans regia bzw. Juglans major und Juglans regia in Frankreich wissenschaftlich untersucht [17]. Die Hybriden sind als forstlich interessant einzustufen, da sie gegenüber ihren Eltern meist bessere Wuchsleistungen aufweisen und weniger anspruchsvoll sind [17][36]. In Deutschland finden sich wüchsige Schwarznussbestände v. a. auf Standorten der Hartholzaue in der nördlichen Oberrheinebene [36][48].

Klima

Die Schwarznuss kommt in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet auf einem klimatisch gesehen sehr weiten Standortspektrum vor [48] [70]. Die Jahresdurchschnittstemperaturen variieren zwischen 7°C in den nördlichsten bis maximal 19°C in den südlichsten Gebieten. Genauso deutlich unterscheiden sich die Jahresniederschläge mit teilweise nur 640 mm im nördlichen Nebraska und bis zu 1.780 mm in den Appalachen [70]. Dementsprechend groß ist auch die Spanne der Vegetationsperiode, die von 140 Tagen im Norden bis zu 280 Tagen in Westflorida reicht [9][53]. Extremtemperaturen und Trockenheit begrenzen das Verbreitungsareal [50]. Optimale Wachstumsbedingungen liegen bei einer Jahresmitteltemperatur von 13°C, einem Minimum an 170 frostfreien Tagen im Jahr und einem jährlichen Mindestniederschlag von 890 mm vor [70]. In Mitteleuropa herrschen v. a. in Weinbau- und deren Randgebieten, in denen die Jahresdurchschnittstemperatur bei mindestens 8°C liegt, optimale Klimabedingungen für den Anbau der Schwarznuss [14]. 

Waldgesellschaften

Die Schwarznuss ist in der Regel mit vereinzelten Individuen in den mesophytischen (wechselfeuchten) Wäldern im östlichen Nordamerika vertreten [26]. An der westlichen Grenze ihres natürlichen Verbreitungsgebietes, wo sich die Vorkommen v. a. auf Flussebenen beschränken, findet man die Schwarznuss in Mischung mit der Amerikanischen Esche (Fraxinus americana) und dem Zuckerahorn (Acer saccharum) [66]. Auf nachhaltig frischen Unterhängen des Berglandes ist die Schwarznuss mit der Roteiche (Quercus rubra) und der amerikanischen Linde (Tilia americana) vergesellschaftet [53]. Sie tritt nur ausnahmsweise in kleineren Reinbeständen auf [48]. Im rheinland-pfälzischen Forstamt Pfälzer Rheinauen findet sich die Schwarznuss in natürlicher Mischung mit Esche, Bergahorn, Feldahorn, Spitzahorn, Buche, Hainbuche, Kirsche, Erle, Eiche und Winterlinde.