Vorkommen der Roteiche im Staats- und Kommunalwald von Rheinland-Pfalz und Aufteilung des Vorkommens nach Wuchsgebieten, Wasserhaushaltsstufen und Trophie [23].

Als ökologische Haubtbaumart

Gesamter Flächenanteil

ca. 564 Waldorte

ca. 3.386 ha

 

Wuchsgebiete

 

 

 

30 % Hunsrück

17 % Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Ebene

10 % Saar-Nahe Bergland

63 % sonstige

Wasserhaushalt

42 % mäßig

50 % gut

8 % sonstige

Trophie

12 % arm

10 % mittel bis arm

70 % mittel

8 % sonstige

Verbreitungsgebiet

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Roteiche ist das östliche Nordamerika (Kanada, USA) [15][24]. In Europa ist sie ein eingebürgerter Neophyt [13] und kommt seit 1724 in Deutschland vor [11]. Sie ist deutschlandweit fast komplett unbeständig und synanthrop verbreitet [13]. Die Verbreitung erstreckt sich von der mediterranen bis in die hochmontane Höhenstufe. Sie kommt in allen topografischen Reliefpositionen vor. In den USA erschließt sie Höhen bis zu 1.700 m [14].

Klima

In ihrer Heimat ist die Roteiche eine Art des gemäßigten nördlichen Kontinentalklimas. In Europa hat sie sich unter verschiedensten klimatischen Verhältnissen bewährt. Das Klima ist in Deutschland in allen Gebieten der Ebene, des Hügellandes und der Mittelgebirge unterhalb der Hauptschneebruchregion geeignet [15]. Die erschlossenen Klimazonen sind warmgemäßigt-subtropisch bis kühlgemäßigt [13]. Die Roteiche besitzt weite klimaökologische Toleranzgrenzen. Sie verträgt harte Winter (Januar-Mittel bis -14°C) und heiße Sommer (Juli-Mittel bis 26°C) [11]. Die mittlere Jahrestemperatur ihrer Wuchsgebiete variiert von 4 bis 16°C [14]. An wärmere Klimate und Gebirgsklimate ist sie ebenfalls angepasst [15]. Mäßige niederschlagsreiche Verhältnisse werden benötigt. Im Heimatareal kommt sie in Gebieten mit jährlichen Niederschlagsmengen zwischen 760 und 2.030 mm vor [14]. Die Roteiche meidet sommertrockene, sommerkühle und frostarme Gebiete (sie fehlt in Gebieten mit mehr als 240 frostfreien Tagen pro Jahr).

Waldgesellschaften

Im amerikanischen Heimatareal ist die Roteiche größtenteils eine Mischbaumart. Sie wird häufig mit Eichenarten, Kiefernarten, Hemlock oder Thuja gemischt [14]. Weitere Mischungen mit Buchen-, Linden-, Ahorn-, Birken-, Tannen- und Fichtenarten treten ebenfalls auf [11]. Zudem kommt die Roteiche in ihrer Heimat auch im natürlichen Reinbestand vor [14].