Die Hainbuche (Carpinus betulus) ist eine sehr anpassungsfähige und klimatolerante Baumart [8][18]. Sie kann auch unter sehr warmen und wärmeren Bedingungen gedeihen [14], ist standorttolerant und wird nur wenig durch extreme Klimabedingungen geschädigt [3]. Außerdem toleriert sie längere Trockenphasen problemlos [11]. Die Hainbuche könnte allgemein als Baumart, auch im Vergleich zu anderen heimischen Arten, durch den Klimawandel eine größere Bedeutung erlangen [29]. Als zukünftige Ersatzbaumart zu der auf vergleichbaren Standorten vorkommenden Buche kommt sie kaum in Betracht, da sie nur eine geringe wirtschaftliche Bedeutung hat. Als zukünftige Baumart ist die Hainbuche deshalb v. a. aus Sicht des Naturschutzes interessant [3][22]. Ihr hoher Brennwert und die Möglichkeit zur Holzkohleherstellung [31] könnten sie zukünftig eventuell wirtschaftlich bedeutender machen. Da die Hainbuche eine Mischbaumart ist, ist es sinnvoller, sie in diesem Kontext bezüglich des Klimawandels zu bewerten. Größtenteils tritt die Hainbuche in Eichen-Hainbuchen-Wäldern auf. Zukünftige Veränderungen von Eichenwäldern infolge des Klimawandels werden sich dementsprechend auf die Hainbuche auswirken. Modellierungsergebnisse für Eichen-Hainbuchenwälder deuten auf eine künftige Verkleinerung bzw. Ausdünnung des Areals hin. Zudem ist eine Verschiebung des Areals in Richtung Südosten Deutschlands erkennbar. Der Schwerpunkt kann sich zukünftig auf eher niederschlagsarme, kontinental getönte Landschaften verschieben [5]. Generell sind Eichen und Hainbuchen klimatolerante Baumarten [18]. Die Hainbuche wird zukünftig eine steigende Bedeutung zur Sicherung von Eichenwäldern erlangen. Weil die Hainbuche bis heute eine wirtschaftlich wenig bedeutende Baumart ist, sind wenige Informationen über Schädlingsbefall und ihre Potentiale im Kontext des Klimawandels vorhanden.