Kurzbeschreibung

Der Indikator orientiert sich an FW-I-6 „Waldbrandgefährdung und Waldbrand“ der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS). Er wird durch folgende Parameter definiert:
Teil A:   Anzahl von Bränden, von Bränden betroffene Waldfläche [ha].
Teil B:  Anzahl der Tage mit geringer, mittlerer oder erhöhter Waldbrandgefährdung (Waldbrandindices 1+2, 3, 4+5 nach kanadischem FWI) während der Waldbrandsaison (März bis Ende September).

Die Anzahl der Waldbrände zeigt in Rheinland-Pfalz keinen Trend, Daten sind aber auch erst seit 1999 verfügbar. In den meisten Jahren blieb die Gesamtzahl in Rheinland-Pfalz unter 40, dies wurde lediglich in den Jahren 1999, 2000, 2002, 2003 und 2011 überschritten. Mit Abstand die meisten Waldbrände gab es im Jahr 2003, was sich auch am Wert der betroffenen Fläche (ca. 40 ha) widerspiegelt. In den übrigen Jahren wurden 20 ha nicht überschritten.
Generell nimmt die Anzahl der Tage mit Indexwerten 1+2 ab. Die Anzahl der Tage mit Indexwerten 4+5 nimmt dagegen zu. Eine Ausnahme bildet die Station „Hahn“ im Hunsrück, die genannten Trends sind dort nur als geringfügige Tendenz erkennbar. Insgesamt war im Jahr 2018 die Waldbrandgefährdung im ganzen Land deutlich erhöht. An allen Stationen war eine außergewöhnlich geringe Anzahl an Tagen mit Indexwerten 1+2 und eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Tagen mit Indexwerten 4+5 zu verzeichnen. Mit Ausnahme der Station Hahn übertraf die Anzahl der FWI 4+5 Tage alle Werte der bisherigen Jahre seit Datenerhebung. Gleiches gilt für die Unterschreitung der Anzahl der FWI 1+2 Tage. Über den gesamten Erhebungszeitraum war die Anzahl der Tage mit FWI 4+5 in Worms mit im Mittel 28 Tagen am höchsten, mit 10 Tagen in Hilgenroth am geringsten. Auch der Anstieg der Tage im jüngsten Mittel (2011-2018) gegenüber 1961-1970 war in Worms mit 35 Tagen am stärksten, die geringsten Veränderungen (Zunahme von 8 Tagen) wurden an der Station Hahn festgestellt.

Zeitreihen

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