Kurzbeschreibung

Der Indikator orientiert sich an dem Indikator „Witterungsbedingte Straßenverkehrsunfälle“ der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS). Er wird durch folgende Parameter definiert:

  • Anteil der Unfälle mit Personenschaden mit einer Mitverursachung durch witterungsbezogene Einflüsse an allen Unfällen mit Personenschaden.

Interpretation

Ein höherer Wert bedeutet eine zunehmende Mitverursachung witterungsbedingter Einflüsse an Unfällen mit Personenschaden. In der linken Grapihik ist die Entwicklung der Straßenverkehrsunfälle mit Personenschäden infolge von Eis und Schnnee seit 1991 dargestellt. Die Datenreihe zeigt einen leichten Rückgang der Unfallzahlen. In der rechten Graphik sind die Straßenverkehrsunfälle mit Personenschäden infolge von Unwetter und sonstigen Witterungseinflüssen seit 1991 dargestellt. Die Datenreihe zeigt einen deutlichen Anstieg der Unfallzahlen. Es muss jedoch die unterschiedliche Größenordnung der Achsenbeschriftung berücksichtigt werden.

Klimasensitivität und Bewertung

Auswirkungen auf die Unfallzahlen werden unter anderem durch eine möglicherweise abnehmende Glättegefahr erwartet. Bei der Einschätzung der Unfallverursachung spielt die Wahrnehmung der aufnehmenden Polizeibeamten eine Rolle, so dass die Informationen einer gewissen Subjektivität unterliegen. Die objektivere Größe ist der bei der Unfallaufnahme erhobene Straßenzustand, bei dessen Erfassung jedoch keine Einschätzung vorgenommen wird, inwieweit dieser zur Unfallentstehung beigetragen hat.

In der statistischen Erfassung der einzelnen Straßenverkehrsunfälle ist das Wetter- und Witterungsgeschehen nur ein Begleitumstand der Unfallverursachung neben zahlreichen anderen unfallverursachenden Faktoren. Die Bedeutung der einzelnen Faktoren für die Unfallentstehung wird nicht bewertet und kann entsprechend nicht berücksichtigt werden.


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