Asiatische Buschmücke

Die Asiatische Buschmücke Aedes japonicus ist mittlerweile in mehreren Gebieten der nördlichen Schweiz und Deutschlands (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen) weit verbreitet. Ihre Fähigkeit, auch in kälteren Regionen in siedlungsnahen künstlichen Kleinstgewässern (z.B. Blumenvasen auf Friedhöfen) zu brüten und einheimische Stechmückenarten in Konkurrenz zu verdrängen, gepaart mit ihrem hierzulande noch nicht einzuschätzenden Potenzial als Überträger von Krankheitserregern, macht sie zur aktuell besorgniserregendsten invasiven Stechmückenart in Deutschland. Unter Klimawandelbedingungen wird erwartet, dass sich die Asiatische Buschmücke weiter ausbreiten wird.

Für Rheinland-Pfalz ist es wichtig, sich bereits jetzt mit Fragen der Prävention der Ansiedlung (in weiteren Gebieten) sowie der Bekämpfung der Asiatischen Buschmücke und Ggf. der Asiatischen Tigermücke proaktiv auseinanderzusetzen. Bevor jedoch praktische Maßnahmen zur Prävention oder Bekämpfung der Ansiedlung der Asiatischen Buschmücke erwogen werden können, muss zunächst eine fundierte ökotoxikologische, ökologische und ökonomische Bewertung möglicher Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen vorgenommen werden.

Das Projekt "Prävention der Ansiedlung und Bekämpfung der Asiatischen Buschmücke (Aedes japonicus) in Hessen und Rheinland-Pfalz" (AJAP) klärt auf und bewertet, 1.) wie sich verschiedene Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen bei hiesigen Umweltbedingungen auf die Ziel-Art und einheimische Konkurrenten auswirken, 2.) welche einheimischen Arten als natürliche Konkurrenten zur Asiatischen Buschmücke in Frage kommen, und 3.) ob bzw. unter welchen Bedingungen die Asiatische Buschmücke ein erfolgreicher und Ggf. nützlicher Konkurrent zur Tigermücke sein kann, die als Vektor von Dengue- und Chikungunya-Viren medizinisch weitaus bedeutender ist. 

Themenheft invasive Stechmücken

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