Beispiel Winterstürme

Am Beispiel von Winterstürmen kann gezeigt werden, dass der mittlere jährliche Schadensatz (Verhältnis von Schadensumme zu Versicherungssumme) in Deutschland im Zeitraum von 1961-2000 vor allem in der nördlichen Hälfte Deutschlands und in westlich gelegenen Regionen, darunter auch Rheinland-Pfalz, hohe Werte erreicht hat. Das Schadensrisiko steigt auf Grundlage von Klimaprojektionen vor allem im Westen im Bereich von Nordrhein-Westfalen sowie angrenzenden Kreisen benachbarter Bundesländer auf mehr als das Doppelte an; für Rheinland-Pfalz wird eine Zunahme von meist über 25 bis mehr als 50 % projiziert.

Gegenüber dem Referenzzeitraum 1971-2000 könnten die simulierten Schadensätze der jeweils 10 stärksten Sturmereignisse einer 30-Jahres-Periode bis Ende des Jahrhunderts um das 4-fache zunehmen. Klimabedingt kann auch die Anzahl an – mitunter auch schwächeren – Schadereignissen steigen.

Beispiel Sturm & Hagel

Die durch Sturm und Hagel verursachten Schäden werden insbesondere im Sommerhalbjahr in der fernen Zukunft (2041-2070) deutlich ansteigen. Teile von Rheinland-Pfalz könnten künftig überdurchschnittlich stark betroffen sein.

Steigendes Schadenniveau

Allgemein lässt sich festhalten, dass in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten mit häufiger auftretenden Unwetterereignissen und zunehmenden finanziellen Schäden gerechnet werden muss. Das gilt insbesondere auch für Überschwemmungsschäden als Folge von Hochwasserereignissen. Im Durchschnitt aller durchgeführten Berechnungen steigt die Zahl der Schäden bis Ende des Jahrhunderts auf über das Doppelte der aktuellen Schäden an. Unter dem Einfluss des Klimawandels kann dabei die Intensität einzelner Naturereignisse stark zunehmen. Für die näher untersuchten Bereiche Sturm und Hochwasser kann die Schadenshöhe beträchtlich zunehmen, die Wiederkehrintervalle können sich verkürzen. Ein besonders schadenträchtiges Sturmereignis mit einer Intensität, wie wir sie derzeit alle 50 Jahre erleben, könnte zukünftig alle 10 Jahre eintreten.